Siemens Börsengang von US-Tochter verschoben

Siemens bekommt kalte Füße und will seine US-Tochter Unisphere doch erst bis zum Sommer an die New Yorker Hightech-Börse Nasdaq bringen. Auch die geplante Zeichnungsspanne wird gesenkt.


München - Der Unisphere-Börsengang wird nun schon zum zweiten Mal verschoben. Bereits Ende des vergangenen Jahres war er auf das erste Quartal 2001 verschoben worden. Die Preisspanne geht nun von 15 bis 17 Dollar je Anteilsschein. Zuvor waren es 20 bis 22 Dollar.

Vor der Erstnotierung von Unisphere steht der Börsengang des Siemens-Konzerns an die New Yorker Stock Exchange an. Die Aufnahme des Listings ist für den 12. März geplant. Der Start an der Wall Street soll den Konzernumbau der vergangenen zwei Jahre krönen.

Unisphere ist auf Verteilertechnologien für Datenströme im Internet spezialisiert und damit ein Konkurrent von Weltmarktführer Cisco. Das Unternehmen ist erst im vergangenen Jahr entstanden. Siemens hatte für mehr als eine Milliarde Dollar Redstone Communications, Castle Networks und Argon Networks gekauft und verschmolzen.

Die Verschiebung der Neuemission legt auch weitere Zukäufe in den USA auf Eis. Unisphere-Aktien sollen eine wichtige Akquisitionswährung sein.



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