Siemens ICM Das Schlimmste ist überstanden

Das Geschäft mit Mobilfunktechnik ist in der etablierten Wirtschaft angekommen. Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht befürchtet, dass die Mobilfunkunternehmen auch im kommenden Jahr weniger Geld in ihre Infrastruktur investieren werden. Der Rückgang werde rund fünf bis acht Prozent betragen.


Wachstum erst für 2004 erwartet: Siemens ICN in München
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Wachstum erst für 2004 erwartet: Siemens ICN in München

New York - Immerhin würde dieses Minus bereits ein echtes Signal der Erholung beinhalten, denn in diesem Jahr ist der Markt um satte 15 Prozent zurückgegangen. Mit einer substanziellen Erholung aber rechnet Lamprecht, der unter anderem für die Siemens-Sparte IC Mobile verantwortlich ist, erst für 2004. Erst dann dürften durch die Einführung von UMTS neue Investitionen ausgelöst werden. Die dritte Mobilfunkgeneration werde etwa zehn bis 15 Prozent des Marktes für Mobilfunkausrüster ausmachen, sagte Lamprecht in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

In Richtung der eigenen Mitarbeiter gab Lamprecht vorerst Entwarnung: Bei ICM seien keine weiteren Einsparungen vorgesehen. Wenn keine unvorhersehbaren Ereignisse einträten, dürften die Einsparungsmaßnahmen ausreichen. Bis Ende Dezember sollen insgesamt 1,5 Milliarden Euro eingespart werden, 700 Millionen Euro davon im Bereich Netzwerk. Der Siemens-Vorstand zeigt sich zuversichtlich, dass der Mobilfunkmarkt sich im kommenden Jahr erholen wird. 2003 dürften seiner Schätzung nach insgesamt 420 Millionen Mobiltelefone verkauft werden, für dieses Jahr werden 400 Millionen erwartet.

Trotzdem würden die Wachstumsraten der vergangenen Jahre nicht mehr erreicht werden. Der Mobilfunkmarkt werde sich zu einem etablierteren Markt wandeln, der Wachstumsraten um zehn Prozent aufweise, sagt Lamprecht.



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