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EDELMETALLE Silber vor Gold

aus DER SPIEGEL 25/1998

Nur 10 bis 15 Prozent ihrer Reserven will die Europäische Zentralbank (EZB) in Gold halten. Mit dieser Ankündigung setzte EZB-Präsident Wim Duisenberg vergangene Woche den Preis des Edelmetalls weiter unter Druck. Tatsächlich entspricht der geringe Prozentsatz nur einem Vorrat von 1000 Tonnen - über 13 000 Tonnen Gold verblieben noch in den Tresoren der nationalen Zentralbanken, die bis zu 40 Prozent ihrer Reserven in Gold halten. Das künftige Verhalten der nationalen Währungshüter ist deshalb entscheidend für die Entwicklung des seit Jahren fallenden Goldpreises. »Der Markt braucht eine glaubhafte Aussage der nationalen Zentralbanken«, fordert Ralf Kreikenbaum, Leiter Edelmetalle der Commerzbank in Luxemburg. Während Privatanleger beim Gold allenfalls mit riskanten Optionsspekulationen verdienen können, sehen Analysten für Silber gute Aussichten. Nach den Kursphantasien der vergangenen Monate, die auf massiven Aufkäufen des US-Milliardärs Warren Buffett beruhten, rücken nun wieder fundamentale Daten in den Vordergrund: Die Industrienachfrage steigt weiter an - und es gibt auf diesem Markt keinen Einfluß der Zentralbanken. Für die Edelmetallhändler der Dresdner Kleinwort Benson ist Silber deshalb »mehr als jedes andere Metall« einen Einstieg wert.

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Silber- und Goldpreise im Vergleich

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Silber- und Goldpreise im Vergleich

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