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WERBUNG Sixt gegen Oskar

aus DER SPIEGEL 4/2004

Der Münchner Mietwagenunternehmer Erich Sixt weigert sich, dem früheren SPD-Chef und Finanzminister Oskar Lafontaine 100 000 Euro zu zahlen. Ende vorletzter Woche hatte das Hamburger Landgericht den Pkw-Dienstleister zu der stolzen Entschädigung verurteilt, weil Sixt Lafontaine 1999 ohne dessen Zustimmung in einer Ulk-Anzeige abgebildet hatte. »Sixt verleast auch Autos für Mitarbeiter in der Probezeit«, hieß es damals in einem Inserat, mit dem die Münchner sich über Lafontaines abrupten Abgang als Bundes-Kassenwart mokierten. In ähnlichen Fällen wie zum Beispiel bei CDU-Chefin Angela Merkel, die mit Sturmfrisur unfreiwillig für Sixt-Cabrios warb, habe man sich auf einen Kompromiss geeinigt oder niedrige vierstellige Beträge für gemeinnützige Zwecke vereinbart, argumentiert Sixt. Er will nun Berufung gegen das Urteil einlegen. »Mir geht's nicht nur ums Geld, sondern ums Prinzip«, so der Unternehmer.

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