Sondierungsgespräche Post soll Interesse an Royal Mail haben

Die Deutsche Post liebäugelt einem Zeitungsbericht zufolge mit einem Einstieg beim britischen Konkurrenten Royal Mail. Bereits Ende März sollen sich Manager des Bonner Konzerns mit dem Verwaltungsrat der britischen Staatspost zu Verhandlungen getroffen haben.


Frankfurt am Main - Nach Informationen aus dem britischen Unternehmen ist die Deutsche Post der "Welt am Sonntag" (WamS) zufolge neben der niederländischen TNT und dem Finanzinvestor CVC in die Runde der letzten Bieter vorgestoßen. Die britische Regierung sucht einen Privatinvestor für die Staatspost und will 30 Prozent der Anteile verkaufen.

Filiale der Royal Mail Group: die britische Regierung sucht Investoren
DPA

Filiale der Royal Mail Group: die britische Regierung sucht Investoren

Den geschätzten Kaufpreis von mindestens drei Milliarden Euro könnte der Bonner Logistikkonzern laut "WamS" aufbringen. Ein Sprecher der Post lehnte einen Kommentar ab. In der Vergangenheit hatte es im Vorstand der Post geheißen, der Bonner Konzern habe kein Interesse an einem Einstieg bei der Royal Mail.

Der Zeitung zufolge haben sich unter dem Projektnamen Rose zwölf hochrangige Manager der Post, darunter der scheidende Finanzchef John Allan, über wichtige Geschäftsdaten des Konkurrenten informieren lassen. Das Treffen habe beim Londoner Bankhaus Rothschild stattgefunden. Auf der Seite der Royal Mail habe Verwaltungsratschef Donald Brydon die Runde geleitet.

hil/Reuters



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