40 Milliarden Euro mehr Schäuble hofft auf sattes Steuerplus

Die Regierung darf auf einen neuen Geldsegen hoffen: Laut "Handelsblatt" könnten Bund und Länder bis 2015 rund 40 Milliarden Euro an Steuern mehr einnehmen als erwartet. Der gute Ausblick dürfte den Streit um Erleichterungen für die Bürger neu befeuern.

Finanzminister Schäuble: Mehr Einnahmen als erwartet
DPA

Finanzminister Schäuble: Mehr Einnahmen als erwartet


Hamburg - Wolfgang Schäuble und seine Länderkollegen können auf deutlich größere Einnahmen hoffen. Nach Angaben des "Handelsblatt" könnten bis 2015 rund 40 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse fließen als bislang erwartet.

In dieser Größenordnung dürfte sich die für kommenden Freitag erwartete Steuerschätzung bewegen, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Schätzerkreise. Ein Großteil der Steuermehreinnahmen könnte schon in diesem Jahr anfallen - darüber hatte der SPIEGEL bereits am Wochenende berichtet.

Ab 2013 sollen die Einnahmen laut "Handelsblatt" um etwa fünf bis sechs Milliarden Euro pro Jahr höher ausfallen. Dabei unterstellen die Steuerschätzer allerdings noch, dass es zu keiner Steuersenkung kommt.

Über die Entlastung streitet die Regierung derzeit. FDP-Chef Philipp Rösler und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wollen die Bürger ab 2013 jährlich um sechs bis sieben Milliarden Euro entlasten, CSU-Chef Horst Seehofer sperrt sich dagegen; er hat ein eigenes Konzept erarbeitet. Es sieht ein Abschmelzen des Solidaritätszuschlags vor.

In der übernächsten Woche will die schwarz-gelbe Regierung auf einem Gipfel ihren weiteren steuerpolitischen Kurs abstecken.

ssu/AFP

insgesamt 45 Beiträge
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Seite 1
081172 28.10.2011
1. Kein Titel
Ich will keinen Cent Steuererleichterung - ich will in einem Land mit soliden Staatsfinanzen leben, welches seine öffentlichen Aufgaben angemessen wahrnehmen kann. Wir haben ein Steuerplus? Solange wir ein Haushaltsdefizit und Billionenschulden haben, sollte dieses zur Konsolidierung der Haushalte genutzt werden! Und ich werde keine Partei wählen, die mich mit Steuergeschenken bestechen will!
thepollux 28.10.2011
2. ordentliche Kalkulation mit Weitblick
Zitat von sysopDie Regierung darf auf einen neuen Geldsegen hoffen: Laut "Handelsblatt" könnten Bund und Länder bis 2105 rund 40 Milliarden Euro mehr einnehmen als erwartet. Der gute Ausblick dürfte den*Streit um Erleichterungen für die Bürger neu befeuern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794536,00.html
Das nenne ich mal Weitblick. Nicht nur bis zur nächsten Bundestagswahl.
Rob_25 28.10.2011
3. .
Nach den Schlagzeilen der letzten Monate und Jahre, sollte doch allen klar sein, dass der Abbau der Schulden vor allem in den Phasen mit Mehreinnahmen absolute Priorität haben sollte. Also bitte nicht schon wieder eine Profilierungsdebatte einer Splitterpartei, nur um in den Medien präsent zu sein und auf ein paar Wählerstimmen zu hoffen! Der Finanzminister soll in diesem Punkt unbedingt hart bleiben!
domingo 28.10.2011
4. .
Zitat von sysopDie Regierung darf auf einen neuen Geldsegen hoffen: Laut "Handelsblatt" könnten Bund und Länder bis 2105 rund 40 Milliarden Euro mehr einnehmen als erwartet. Der gute Ausblick dürfte den*Streit um Erleichterungen für die Bürger neu befeuern. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794536,00.html
Bis 2105? Na das kann mir wohl relativ egal sein ;) Ich glaub allerdings nicht, dass eine Mehrheit der Steuerzahler eine Steuererleichterung wollen. Konsolidierung ist angesagt!
FloatingTom 28.10.2011
5. dito
Zitat von 081172Ich will keinen Cent Steuererleichterung - ich will in einem Land mit soliden Staatsfinanzen leben, welches seine öffentlichen Aufgaben angemessen wahrnehmen kann. Wir haben ein Steuerplus? Solange wir ein Haushaltsdefizit und Billionenschulden haben, sollte dieses zur Konsolidierung der Haushalte genutzt werden! Und ich werde keine Partei wählen, die mich mit Steuergeschenken bestechen will!
Recht so! Wer in dieser Situation Steuergeschenke verteilt, der sollte von allen und jedem darauf aufmerksam gemacht werden, dass er einmal geschworen hat, Schaden vom dt. Volke abzuwenden! Dieser Eid scheint sollte, besonders in diesen Tagen, mehr in den Mittelpunkt politischen Handelns rücken - und nicht dieses widerliche Bedürfnis nach Sicherung der Pfründe, koste es was es wolle.
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