Kriminalität Polizeigewerkschaft hält neuen 50-Euro-Schein für fälschbar

Im Kampf gegen Falschgeld setzt die EZB auf einen neuen 50-Euro-Schein. Dieser soll weitgehend betrugsresistent sein - die Deutsche Polizeigewerkschaft hat ihre Zweifel.
Neue 50-Euro-Note

Neue 50-Euro-Note

Foto: Frank Rumpenhorst/ AP

Geldfälschen ist ein lukratives Geschäft - und besonders häufig wird der 50-Euro-Schein kopiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) will Kriminellen das Handwerkt mit neuen Geldscheinen erschweren. Überarbeitete Fünfer, Zehner und Zwanziger sind bereits im Umlauf, im April 2017 kommt der neue Fünfziger.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hält jedoch auch den neuen 50-Euro-Schein keineswegs für fälschungssicher. Zwar könnten die überarbeiteten Sicherheitsmerkmale der Banknote "dazu beitragen, Fälschungen besser zu erkennen und die Arbeit der Polizei zu erleichtern", sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der Funke Mediengruppe.

Man dürfe sich nicht der Illusion hingeben, dass die neue Note kriminellen Banden das Handwerk lege, so Wendt. "Sie werden einen Weg finden, auch diesen Schein zu fälschen."

Foto: ECB / ECB

Im vergangenen Jahr wurden so viele Euro-Blüten aus dem Verkehr gezogen wie noch nie seit Einführung des Euro-Bargeldes im Jahr 2002: 899.000 gefälschte Scheine zählte die EZB. Fälscher setzen dabei vor allem auf Banknoten mit höherem Wert: Am stärksten setzen Geldfälscher in Deutschland auf den "falschen Fuffziger": Fast jeder zweite nachgemachte Schein war eine Fünfzig-Euro-Banknote.

Neue Sicherheitsmerkmale sollen Geldfälschern das Handwerk erschweren. Auf den neuen Scheinen ist der Wert der Banknote jeweils als glänzende "Smaragd-Zahl" aufgedruckt, die ihre Farbe ändert, wenn man die Banknote etwas neigt. Das Wasserzeichen zeigt ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa, der Namensgeberin der neuen Banknotenserie: "Europa-Serie".

Die neuen Fünfer und Zehner sind zudem mit einer Speziallackierung überzogen. Ziel ist, die Scheine haltbarer zu machen - denn gerade kleine Scheine wechseln häufig den Besitzer.

Foto: ECB / ECB

In den Umlauf kommt der neue Fünfziger erst ab dem Frühjahr 2017. Zunächst erhalten Banken und Einzelhändler die Gelegenheit, Geräte und Personal auf den Umgang mit den runderneuerten Geldscheinen vorzubereiten.

brk/ssu/dpa
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