Altersarmut 1,36 Millionen Bezieher sollen Zuschussrente bekommen

Ursula von der Leyen macht einen neuen Vorstoß zur Bekämpfung der Altersarmut. Die Arbeitsministerin will den Zugang zur Zuschussrente erleichtern. 1,36 Millionen Bezieher sollen von der Regelung profitieren, das Konzept rechnet mit Kosten von mehr als drei Milliarden Euro.
Arbeitsministerin von der Leyen (Archivbild): Zuschussrente soll sich an Leistung orientieren

Arbeitsministerin von der Leyen (Archivbild): Zuschussrente soll sich an Leistung orientieren

Foto: Stephanie Pilick/ dpa

Berlin/Passau - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) rechnet einem Zeitungsbericht zufolge damit, dass bis zum Jahr 2030 insgesamt knapp 1,36 Millionen Rentner von der geplanten Zuschussrente profitieren werden. Laut von der Leyens Konzept werden die Kosten von 90 Millionen Euro im Startjahr 2013 auf 3,39 Milliarden im Jahr 2030 steigen, berichtet die "Passauer Neue Presse" in ihrer Dienstagsausgabe.

Das neue Konzept zur Bekämpfung der Altersarmut sieht leichtere Zugangsvoraussetzungen für die Zuschussrente vor, als zunächst geplant. Allerdings sei keine Anhebung von Minirenten auf pauschal 850 Euro mehr vorgesehen. Vielmehr solle sich der Aufstockungsbetrag an der Höhe der zuvor gezahlten Beiträge orientieren, um einen Höchstbetrag von 850 Euro zu erreichen. "Im Unterschied zu den früheren Überlegungen, wonach alle Begünstigten einheitlich auf den Wert von 850 Euro monatlich angehoben werden sollten, erhält nun eine höhere Zuschussrente, wer selbst mehr geleistet hat", heißt es dem Bericht zufolge in dem Konzept.

Von der Leyens ursprüngliches Konzept zur Zuschussrente aus dem vergangenen Jahr sah vor, dass 35 Pflichtbeitragsjahre für die Rentenversicherung nachgewiesen werden müssen, um in den Genuss der Zuschussrente zu kommen. Damit war die Arbeitsministerin auf ungewöhnlich kritische Reaktionen gestoßen, die Deutsche Rentenversicherung hatte Nachbesserungen gefordert. Ein überarbeitetes Konzept will die Ministerin am Donnerstag an die anderen Ministerien übermitteln, um die Beratungen voranzubringen.

bos/AFP/dapd
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