Milliardenversprechen Scheuer will private E-Auto-Säulen massiv fördern

Verkehrsminister Scheuer will den Anteil von Elektroautos durch ein Förderprogramm für private Ladestationen erhöhen - und fordert dazu für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich.

Andreas Scheuer: "Ladepunkte fördern"
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Andreas Scheuer: "Ladepunkte fördern"


Der Bundesverkehrsminister will mit einem neuen Programm die Elektromobilität voranbringen: "Wir wollen für die Bürger Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern", sagte Andreas Scheuer der "Bild am Sonntag". "Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro."

Laut Ministerium laden die Besitzer ihr E-Auto in 75 bis 85 Prozent der Fälle zu Hause oder am Arbeitsplatz auf. Deshalb soll der Staat beim Ausbau privater und gewerblicher Ladestationen bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen.

Bisher ist ein großes Hemmnis für einen Durchbruch von E-Autos, dass es keine flächendeckende Infrastruktur an Ladesäulen gibt. Gleichzeitig sind deutlich mehr E-Autos nötig, damit Deutschland seine Klimaziele im Verkehr 2030 erreichen kann.

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gab es Ende 2018 insgesamt rund 16.100 Ladepunkte in Deutschland - davon 12 Prozent Schnelllader. Das Wirtschaftsministerium sprach von bundesweit etwa 8000 öffentlichen Ladesäulen.

ssu/dpa



insgesamt 71 Beiträge
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mr.bohne 31.03.2019
1.
Warum gibt es eigentlich nicht die Möglichkeit diese privaten "Säulen" auch für andere anzubieten so das wenn der Besitzer/Mieter des Hauses nicht da ist, vor dem Haus eine Möglichkeit besteht diesen Strom für andere Fahrzeuge anzubieten ? Wovon der Hausbesitzer/Mieter auch profitieren kann durch Kosteneinsparungen.. In Städten wäre das doch in neben Straßen wo quasi nie Säulen hinkommen würden attraktiv..
monotrom 31.03.2019
2. Häuslehaber-Subventionierung
Ich befinde mich zwar in der glücklichen Lage, in genau 3 Monaten meine eigenen 4 Wände plus Garten&Garage zu beziehen und nicht mehr den Launen eines Vermieters ausgesetzt zu sein (größter Pluspunkt überhaupt). Aber genau wie bei Solardächern auf die man als Mieter auch keinen Einfluss hat, kommt diese Subventionierung doch auch nur denen zugute, die Haus&Hof ihr eigen nennen.
det42 31.03.2019
3. Vorschlag...
wie wäre es mit der Förderung überdachter Photovoltaik -Lade- unjd Parkplätze am Arbeitsplatz ? Das sollte grunsätzlich auch im Interesse des Arbeitgebers sein, das kostet nicht so viel, brächte aber einen enormen Schub an die richtige Stelle. Die Parkplätze sind ja bereits da, es ist keine neue Fläche ist erforderlich und es müsste nur ausgebaut werden. Am Arbeitsplatz hält man sich stehend am meisten auf. Wenn die bidirektionale Technik so weit ist, könnten diese Parkplätze zu bidirektionalen Energielieferanten ausgebaut werden... auch im Sinne des Unternehmens, das kurze Lastspitzen lokal für größere Unternehmen z.B. beim Anfahren von Induktionsöfen abfangen könnte. Der Arbeitnehmer kann dafür kostenlos voll laden, den Strom mit nach Hause nehmen und bidirektional im Haus nutzen... win Infrastrukur win Energiewende win Klima und nicht zuletzt win Geldbeutel würde ich sagen...
haig 31.03.2019
4. Sehr gut, die Richtung stimmt, Andi: Baurecht-Reform nicht vergessen!
Ein sehr wichtige Meldung da es nun richtig losgehen kann...Verbrenner werden drastisch einbrechen denek ich! BEVs werden sicherlich extern zu uns reindrängen, aber: VW rettet sich gerade, hoffentlich ist das noch nicht zu spät! Und vor allem BMW und DB sollten zügig nachziehen und nicht die Fertigung kleiner/mittlerer Autos nach China verlegen. Das nutzt UNS nicht sondern nur den jeweiligen Vorständen! Deutsche Ingenieurkunst wurde schon immer durch rechtliche Schranken behindert...die BEVs sind nur ein Beispiel; Überlandleitungen zum Transport von "Windenergie" von N nach S sind ein Weiteres. Bei den BEVs muss die Förderung nicht blind 50% betragen sondern gestaffelt nach eingebauten Features und Wertigkeit festgelegt werden, finde ich. Sonst besteht die Gefahr das mit Billig-Geräten zu überhöhten Preisen unser aller Steuergelder abfasst werden. Wichtig erscheint mir ebenfalls, dass das Baurecht geändert wird und eine einfache Mehrheit zur Freigabe genügt (zum Beispiel in Tiefgaragenanlagen). Die Nichtteilnehmer müssen natürlich mit einem Vertragswerk geschützt werden so dass ihnen keinerlei Kosten entstehen. Dann dürfen sie ruhig weiter "verbrennen" bis die Einsicht dereift ist dass wir nur eine Athmosphäre haben die wir irreversibel versauen dürfen.
zausi 31.03.2019
5. Grundbesitzer wieder mal besser gestellt....
Will auch ein Strom Auto, möchte aber gerne sehen wie die Straße aussieht wenn, alleine in meiner Umgebung, ca 57 Autos von Mietern und auch Hausbesitzer alle ein Kabel über die Gehwege und meist 50 bis 100m vom Haus entfernt ziehen um die von Umwelt bewussten, Menschenrechts beachtenden, hergestellten China Speicher auf zu laden.....
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