Benzinnotstand "Wir arbeiten mit Hochdruck"

Das Verkehrsministerium versucht, Abhilfe beim regionalen Benzinnotstand zu schaffen. Nach der Öffnung der Ölreserve werden weitere Maßnahmen gebraucht, sagt Minister Andreas Scheuer in einem Zeitungsinterview.

Benzin-Zapfpistole
dapd

Benzin-Zapfpistole


Das Bundesverkehrsministerium kümmert sich nach Informationen der "Bild am Sonntag" im Lagezentrum um den verschärften Benzinnotstand in Deutschland.

Durch den niedrigen Pegelstand am Rhein gibt es Versorgungsengpässe von Benzin und Diesel in der Region. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung Ende Oktober Vorräte aus der nationalen Ölreserve für Nordrhein-Westfalen freigegeben. Anfang November wurden die Bestände von der Mineralölwirtschaft weitgehend abgerufen und entlang des Rheins verkauft.

Noch immer gibt es aber Spritmangel an Tankstellen in Nordrhein-Westfalen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte der "BamS": "Mein Lagezentrum hat mir das Nachschubproblem und die Situation an den Tankstellen am frühen Abend gemeldet. Wir sind bereits mit Hochdruck dran, Abhilfe zu schaffen." Neben der Öffnung der nationalen Spritreserve sei auch das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für die Tanklaster bereits vor Wochen aufgehoben worden.

"Jetzt brauchen wir weitere Maßnahmen", sagte Scheuer. Das Ministerium sei mit der Mineralölwirtschaft und den Verbänden seit Wochen im Austausch.

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insgesamt 8 Beiträge
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tulius-rex 18.11.2018
1. schöner Anlass
Das ist doch ein schöner Anlass das Vehikel mal stehen zu lassen. Auch ein Appell an Firmen sinnbefreite Rasereien zu Dienstterminen durch Videokonferenzen zu ersetzen macht Sinn. Überdies müssen wir bei geringerem Verkehrsaufkommen weniger Tote und Verletzte beweinen. Vielleicht hätte der Familienvater, der morgen auf der Straße sterben wird, dadurch wieder nach Hause zu Frau und Kindern zurückkehren können? Ein ewiger Wunschtraum in einer Gesellschaft von Autonarren.
Tharsonius 18.11.2018
2. Absehbar
Das kommt davon wenn man bedenkt wie sehr die Infrastruktur der Deutschen Bahn im Sektor Güterverkehr zusammengestrichen wurde seit der Privatisierung 1993. Unzählige Strecken wurden stllgelegt und die Kapazitäten im Güterverkehr heruntergefahren. Dafür gibt es jetzt die Quittung.
hartmut_goldmann 18.11.2018
3. Realpolitik ?
Ich werde das Gefühl nicht los das wir großflächig vera.....lbert werden. Was ist mit den Pipelines, was ist mit den Steuern auf den Kraftstoff wenn Diesel beinahe genau so viel kostet wie Benzin? Dafür gibt es ein eigenes Wort an die Politik...Chuzpe!
willhelm.schmitz 18.11.2018
4. Ich lach mich weg
die Lichtgestalt des Verkehrministeriums, der Herr Scheuer, will sich persönlich um den "Spritnotstand" kümmern. Das gleiche Ministerium und die gleichen Politiker, die schon beim Dieselbetrug gnadenlos versagt haben, die nichts zum Verbraucherschutz beitragen haben, sondern im Gegenteil die Verursacher (die Automobilindustrie) in Staatsschutz genommen haben..... gerade die wollen jetzt den Autofahrern helfen.... Wer das glaubt, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.....
jasper366 18.11.2018
5.
Zitat von TharsoniusDas kommt davon wenn man bedenkt wie sehr die Infrastruktur der Deutschen Bahn im Sektor Güterverkehr zusammengestrichen wurde seit der Privatisierung 1993. Unzählige Strecken wurden stllgelegt und die Kapazitäten im Güterverkehr heruntergefahren. Dafür gibt es jetzt die Quittung.
Selbst wenn die Kapazitäten da wären, hätten wir das gleiche Problem. Der Transport mit der Bahn ist nämlich viel zu teuer, ein Zug darf aus sicherheitstechnischen Gründen nie soviel Benzin transportieren wie ein Binnenschiff. Dazu kommt die aufwändige Entladung die pro Waggon in Stunden gemessen werden muß (Beladung über Domöffnung rund 15 - 20 Minuten, Entladung über die unteren Ventile mind 4 - 5 mal so lange) und im Gegensatz zur Schiffsentladung zudem auch nicht vollautomatisch statt findet. Das diverse (neuere) Tanklager gar nicht (mehr) über einen Bahnanschluß verfügen, ist somit vor allem dieser Problematik geschuldet.
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