Angebotene Daten-CD Schweizer Steuerzahlerbund ätzt gegen Schäuble

Der Schweizer Bund der Steuerzahler fordert mehr Transparenz bei den Konten deutscher Politiker. Der Chef der Organisation sagte dem Newsportal "20 Minuten", man solle unbedingt schauen, wie sauber Schäuble und Co. sind. Er warf der Bundesregierung zudem vor, ihre Bürger zu kriminalisieren.
Bundesfinanzminister Schäuble (CDU): 100.000 Mark von Waffenhändler angenommen

Bundesfinanzminister Schäuble (CDU): 100.000 Mark von Waffenhändler angenommen

Foto: ddp

Hamburg - Die Schweizer holen im Streit um die Steuer-CD zum Gegenschlag aus: Der Bund der Schweizer Steuerzahler (BDS) fordert, dass alle schwarzen Konten von deutschen Politikern in der Schweiz offengelegt werden sollen, wenn die Regierung die CD mit den gestohlenen Daten kauft. Das berichtet das Schweizer Newsportal "20 Minuten". Welche deutschen Politiker nach Ansicht des BDS schwarze Konten in der Schweiz haben sollen, geht aus der Meldung allerdings nicht hervor.

"Wenn deutsche Politiker meinen, sie müssten ihre Bürger kriminalisieren, sollte man unbedingt mal schauen, wie sauber sie wirklich sind", sagt Alfred Heer, BDS-Präsident und Nationalrat der Schweizer Volkspartei (SVP). "Dabei sind sie selber durch und durch korrupt, man denke nur an die Spendenaffäre um Wolfgang Schäuble", zitiert das Blatt Heer weiter.

Der heutige Finanzminister hatte 1994 Spenden über 100.000 Mark von Waffenhändler Karlheinz Schreiber angenommen. Deshalb fordere der BDS nun eine drastische Vergeltungsmaßnahme, falls die deutsche Regierung die Daten kauft, so "20 Minuten". "Dann müssten sämtliche Schweizer Konten von Deutschen, die ein öffentliches Amt bekleiden, offengelegt werden", zitiert das Portal Heer. Diese Vergeltungsmaßnahme wolle Heer mit einem parlamentarischen Vorstoß erreichen.

Nach Einschätzung des Nachrichtenportals kann Heer aber nicht mit der Unterstützung anderer Parteien rechnen.

fro
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