Milder Winter Arbeitslosenzahl steigt geringer als üblich

Gnädiger Auftakt für die neue Arbeitsministerin Nahles: Wegen des milden Winters ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember geringer gestiegen als in früheren Jahren. Im Jahresdurchschnitt legte die Arbeitslosenzahl erstmals seit 2009 wieder zu.

Arbeitsagentur in Hannover: Knapp drei Millionen Arbeitslose im Schnitt
DPA

Arbeitsagentur in Hannover: Knapp drei Millionen Arbeitslose im Schnitt


Nürnberg - Mit einer Zunahme um 67.000 auf 2,873 Millionen ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember geringer angestiegen als in früheren Jahren. Als Grund gilt der milde Winter wegen dem etwa Bauarbeiten seltener unterbrochen werden mussten als üblich. In den vorherigen Jahren hatte die Arbeitslosenzahl im Dezember um rund 80.000 zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte, legte die Arbeitslosenquote damit im Vergleich zum November um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent zu.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte: "Im Dezember hat die Zahl der arbeitslosen Menschen leicht zugenommen. Ein Anstieg ist jahreszeitlich üblich. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit jedoch gesunken." Unter Berücksichtigung jahreszeitlich bedingter Effekte sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Dezember um 15.000 auf 2,965 Millionen. Im Westen ging sie um 5000 und im Osten um 10.000 zurück.

Erstmals seit 2009 stieg im vergangenen Jahr die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt wieder leicht an. Sie legte um 53.000 zu, blieb mit 2,95 Millionen aber auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1991. Gleichzeitig stieg die Erwerbstätigenzahl auf 41,84 Millionen und damit auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Insgesamt stieg die Arbeitslosenquote damit gegenüber 2012 um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent.

Die neue Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bezeichnete die aktuellen Arbeitslosenzahlen als guten Start ins Jahr 2014. Die Daten zeigten, dass die Beschäftigungssituation "sehr wetterfest ist", sagte Nahles. "Das ist eine gute Nachricht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer." Aus grundsätzlichen Gründen wollte sie bei ihrer ersten Pressekonferenz im neuen Amt keine weiteren Prognosen abgeben.

dab/cte/dpa/Reuters

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