Rezession Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone erreicht Höchststand

18,8 Millionen Menschen in der Euro-Zone hatten im November keinen Job - so viele wie nie zuvor. Binnen Jahresfrist stieg die Zahl der Arbeitslosen um zwei Millionen. Bei den Schlusslichtern Spanien und Griechenland ist mehr als ein Viertel der erwerbsfähigen Bevölkerung ohne Beschäftigung.
Wartende Arbeitslose in Palma de Mallorca: Vierter Rekordwert in Folge

Wartende Arbeitslose in Palma de Mallorca: Vierter Rekordwert in Folge

Foto: STRINGER/SPAIN/ REUTERS

Brüssel/Berlin - Die Zahl der Arbeitslosen in der Euro-Zone steigt jeden Monat aufs neue auf einen traurigen Rekord: Im November waren 18,8 Millionen Menschen in den 17 Ländern des Währungsraums ohne Arbeit, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Dies waren 113.000 mehr als im Oktober und gut zwei Millionen mehr als vor einem Jahr.

Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote kletterte binnen Monatsfrist von 11,7 auf 11,8 Prozent und erreichte bereits den vierten Monat in Folge einen neuen Rekordwert. In der gesamten EU sind im November Eurostat zufolge rund 26 Millionen Männer und Frauen arbeitslos gewesen.

Die Wirtschaft im Währungsraum war zuletzt zwei Quartale in Folge leicht geschrumpft und steckt damit nach gängiger Definition in der Rezession. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten - nach dem international vergleichbaren Ilo-Standard - gab es in Österreich (4,5 Prozent), Luxemburg (5,1 Prozent), Deutschland (5,4 Prozent) und den Niederlanden (5,6 Prozent). Die höchsten Quoten meldeten die Krisenstaaten Spanien (26,6 Prozent) und Griechenland (26,0 Prozent im September 2012).

Auch die Aussichten für die kommenden Monate sind verheerend. Einer Studie der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young zufolge wird sich die Jobkrise in der Euro-Zone verschärfen. In der zweiten Jahreshälfte werde die Zahl der Arbeitslosen mit knapp 20 Millionen einen Rekordwert erreichen.

yes/Reuters/dpa
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