Rasanter Strukturwandel Jobwunder Ost

Der ostdeutsche Arbeitsmarkt erlitt nach der Wiedervereinigung einen brutalen Niedergang - und blieb 20 Jahre trostlos. Doch nun geht die Arbeitslosigkeit zurück. Was ist geschehen?

Arbeit an Schiffsmotoren bei MTU Reman Technologies in Magdeburg (2015)
Jens Wolf / DPA

Arbeit an Schiffsmotoren bei MTU Reman Technologies in Magdeburg (2015)

Von und (Grafik)


Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, scheinbar unabänderliche Gewissheiten zu überprüfen. Denn manchmal vollziehen sich selbst bemerkenswerte Veränderungen weitgehend unbemerkt. So wie seit Kurzem in Ostdeutschland: Dort hat ein Übel seinen Schrecken verloren, das einer ganzen Generation als unbezwingbar erscheinen musste - die Arbeitslosigkeit.

Noch im Jahr 2010 lag die Arbeitslosenquote im Osten im Schnitt bei zwölf Prozent. Vier Jahre später fiel sie zum ersten Mal überhaupt seit Beginn der Statistik nach der Wiedervereinigung unter die Zehn-Prozent-Marke. Im vergangenen Jahr lag sie schließlich bei nur noch 6,9 Prozent. Zum Vergleich: In Westdeutschland fiel die Quote in dieser Zeitspanne lediglich von 6,6 auf 4,8 Prozent.

Zwar gilt noch immer: Die Lage auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt ist nicht so gut wie im Westen. Doch der Osten holt rapide auf - nicht nur beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Auch die Lohnlücke ist deutlich kleiner geworden. Verdiente ein Arbeitnehmer im Osten noch 2012 im Schnitt 82 Prozent eines Westarbeitnehmers, waren es 2018 bereits 87 Prozent. Zuvor hatte es 18 Jahre - von 1994 bis 2012 - gedauert, um den Lohnunterschied um fünf Prozentpunkte zu verkleinern.

Zunächst ein beispielloser Niedergang

30 Jahre nach dem Mauerfall neigt sich damit ein Zustand dem Ende zu, der zweieinhalb Jahrzehnte lang beinahe als Naturgesetz erschien: der Osten Deutschlands als Gebiet verkrustet hoher Arbeitslosigkeit und niedriger Löhne. Inzwischen gibt es in den fünf durch die Einheit geschaffenen Bundesländern Regionen, in denen Unternehmen sich einiges einfallen lassen müssen im Wettbewerb um die wertvollen, weil knappen Arbeitskräfte.

Welch ein Unterschied zu den Anfangsjahren der deutschen Einheit. Wohl nie zuvor hat sich in einem Industrieland zu Friedenszeiten der Niedergang der Wirtschaft, der Betriebe und damit des Arbeitsmarkts mit solch einer Wucht vollzogen wie in Ostdeutschland ab 1990: Die industriell geprägte Struktur der zuvor zentralistisch geplanten DDR-Wirtschaft verschwand binnen kürzester Zeit fast vollständig.

Verrostete Fässer im Volkseigenen Betrieb (VEB) Chemiekombinat Bitterfeld (März 1990): Marode Anlagen nach Jahrzehnten unterbliebener Investitionen
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Verrostete Fässer im Volkseigenen Betrieb (VEB) Chemiekombinat Bitterfeld (März 1990): Marode Anlagen nach Jahrzehnten unterbliebener Investitionen

So gut wie nichts, was in der früheren DDR hergestellt wurde, war mit Produkten aus dem Westen konkurrenzfähig. Die Anlagen in den meisten Betrieben waren nach Jahrzehnten unterbliebener Investitionen hoffnungslos veraltet und marode, verseuchten Luft, Flüsse und Böden. Die Organisation der Betriebe - meist riesige Kombinate mit Zehntausenden Beschäftigten - mit ihrer zentralen Planung und Verwaltung war ebenfalls völlig ungeeignet für eine Marktwirtschaft.

Strukturwandel im Zeitraffer

Diese Ausgangslage gab es in allen vormals sozialistischen Ländern Ost- und Mitteleuropas - mit einem entscheidenden Unterschied: die Wirtschafts- und Währungsunion im Juli 1990. Von einem Tag auf den anderen befand sich Ostdeutschland völlig ungeschützt im Wettbewerb mit dem Westen, hatten die Betriebe ihre Mitarbeiter in der gleichen harten D-Mark zu bezahlen, die sie nun auf einmal von ihren meist osteuropäischen Kunden für die Produkte fordern musste.

Konkret bedeutete das, dass etwa eine DDR-Maschine im Ausland nun über Nacht rund das Viereinhalbfache kostete. Länder wie Polen konnten ihre Währung dramatisch abwerten und so wenigstens über den Preis etwas konkurrenzfähiger bleiben. Ostdeutschland nicht. Ökonomen hatten deshalb eindringlich davor gewarnt, der Bundesbankchef trat aus Protest zurück. Doch in Wahrheit gab es politisch schlicht keine andere Möglichkeit - Millionen weiterer DDR-Bürger hätten sich wohl auf den Weg in den Westen gemacht.

Die Wirtschafts- und Währungsunion im Juli 1990 wirkte verheerend auf den ostdeutschen Arbeitsmarkt - doch politisch gab es zu ihr keine Alternative: Wahrscheinlich hätten sich Millionen Menschen auf den Weg in den Westen gemacht.
Dieter Endlicher / AP

Die Wirtschafts- und Währungsunion im Juli 1990 wirkte verheerend auf den ostdeutschen Arbeitsmarkt - doch politisch gab es zu ihr keine Alternative: Wahrscheinlich hätten sich Millionen Menschen auf den Weg in den Westen gemacht.

Die Folgen für viele Werktätige in Ostdeutschland waren verheerend. Amtliche Daten gibt es erst ab 1991, sie bilden das bereits 1990 beginnende Desaster deshalb nur unvollständig ab - und sind dennoch eindringlich. 2,3 Millionen Menschen arbeiteten 1991 in der Industrie, 1994 waren es nur noch 1,3 Millionen. In der Landwirtschaft verloren bis 1996 mit rund 170.000 Menschen mehr als die Hälfte ihre Arbeit. Zwar entstanden auf dem Bau neue Jobs, weil unzählige Straßen, Schienen und Brücken errichtet und Innenstädte saniert wurden. Dennoch ging die Zahl der Erwerbstätigen unter dem Strich bis 1993 um mehr als eine Million zurück.

Die Wucht des Strukturwandels wird im Vergleich zum Westen deutlich: Auch dort vollzog sich der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft bereits seit den Siebzigerjahren unaufhaltsam - allerdings stetig, in kleinen Schritten über vier Jahrzehnte lang. Dennoch führte er etwa im Ruhrgebiet oder im Saarland zu Verwerfungen und Massenentlassungen, die für Aufsehen sorgten. Im Osten schrumpfte die Industrie weit stärker - und das binnen fünf Jahren.

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Wirtschaftsstruktur: anders als im Westen, aber stabil

Dabei erzählen diese Zahlen bei Weitem nicht die ganze Wahrheit. Viele Menschen wurden künstlich in Arbeit gehalten - etwa durch Kurzarbeit, in der sich Anfang 1992 knapp 530.000 Ostdeutsche befanden. Oder durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die in den Neunziger- und Nullerjahren im Osten weit verbreitet waren. Viele Milliarden Euro an Fördergeldern pumpten Bundesregierung und EU in ostdeutsche Betriebe, geknüpft an die Bedingung, Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten. Und wo wirklich von selbst neue Jobs entstanden - im Dienstleistungssektor -, waren sie oft schlecht bezahlt und unsicher.

Das Schlimmste war Ende der Neunzigerjahre vorüber. Es folgten viele Jahre des scheinbaren Stillstands: Die Arbeitslosenquote verharrte bei rund 20 Prozent, erst Ende der Nullerjahre begann sie spürbar abzunehmen. Die Löhne, die in den ersten Jahren der Einheit im Schnitt sprunghaft auf rund vier Fünftel des Westniveaus gestiegen waren, behielten diesen Abstand zwei Jahrzehnte lang.

Hinter dieser statistischen Stagnation steht jedoch eine strukturelle Festigung. In Ostdeutschland hat sich inzwischen eine stabile und wettbewerbsfähige, kaum noch von Fördergeldern abhängige Wirtschaftsstruktur gebildet, die sich von der im Westen unterscheidet: Es gibt sehr wenige Konzerne und Großbetriebe, dafür viele Kleinunternehmen. Etwa zwei von drei Ostarbeitnehmern sind in einem Betrieb mit weniger als 50 Mitarbeitern beschäftigt - im Westen ist es lediglich jeder zweite.

Produktion im VEB Syntetiks bei Zwickau im Januar 1989: Kaum etwas , das in der früheren DDR hergestellt wurde, war mit Westprodukten konkurrenzfähig. In einem Punkt war der Osten dem Westen aber weit voraus - die Erwerbsbeteiligung der Frauen lag in der DDR weit über der in der BRD.
imago images / HärtelPRESS

Produktion im VEB Syntetiks bei Zwickau im Januar 1989: Kaum etwas , das in der früheren DDR hergestellt wurde, war mit Westprodukten konkurrenzfähig. In einem Punkt war der Osten dem Westen aber weit voraus - die Erwerbsbeteiligung der Frauen lag in der DDR weit über der in der BRD.

Nur jeder 13. Arbeitnehmer im Osten arbeitet in einem Betrieb mit mehr als 250 Beschäftigten, im Westen ist es fast jeder vierte. Das hat einerseits Nachteile, etwa bei der Lohnhöhe - andererseits aber auch Vorteile: Der ostdeutsche Arbeitsmarkt ist vielerorts unempfindlicher gegen Pleiten eines Einzelunternehmens oder Krisen einer Branche.

Wie geht es weiter?

Ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Osten endgültig zum Westen aufholt, bis die Teilung auch auf dem Arbeitsmarkt überwunden ist? Wohl eher nicht. Das macht eine Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) deutlich.

So ist es etwa unwahrscheinlich, dass die Löhne ihre rapide Annäherung an den Westen ungebremst fortsetzen können. Denn dazu fehlt es an einer wichtigen Voraussetzung: einer Produktivität auf westdeutschem Niveau. 2017 erwirtschaftete jeder Erwerbstätige in Ostdeutschland im Schnitt lediglich 82 Prozent der Wirtschaftsleistung, die auf einen Erwerbstätigen im Westen entfielen. Das liegt laut IWH nicht nur am Mangel von Konzernzentralen und Großbetrieben im Osten - sondern auch daran, dass die Betriebe im Schnitt schlicht nicht so effizient organisiert seien wie im Westen.

Dazu kommt, dass der Lohnabstand zwischen Ost und West größer ist, wenn man nicht die Durchschnittslöhne aller Erwerbstätigen, sondern die Medianlöhne von Vollzeitarbeitnehmern vergleicht: Obwohl auch bei ihnen der Abstand zuletzt deutlich schrumpfte, liegen sie im Osten bei lediglich 81 Prozent des Westniveaus. Als Medianlohn bezeichnet man den Lohn genau in der Mitte - 50 Prozent der Arbeitnehmer verdienen weniger, 50 Prozent verdienen mehr.

Eine weitere Hypothek für die Zukunft ist die Demografie. Seit dem Mauerfall sind unter dem Strich 1,9 Millionen Menschen mehr vom Osten in den Westen gezogen als umgekehrt - eine Million waren es allein von 1989 bis 1992. Oft gingen damals die jungen Familien, zurück blieben die mittlere und ältere Generation. Gleichzeitig brach die Geburtenrate bei den verbliebenen jungen Ostdeutschen ein.

Die Folge: Auch wenn der Osten seit 2013 keine Einwohner mehr an den Westen verliert, ist die Altersstruktur vielerorts ungünstig - sehr viele Menschen über 60 Jahren, nur wenige junge. Zuletzt ist die Zahl der Erwerbstätigen im Osten jedes Jahr um rund hunderttausend gestiegen. Dieser Trend dürfte schon bald zu Ende gehen. Aber nicht, weil keine neuen Jobs mehr entstehen würden.

30 Jahre nach dem Mauerfall gehen dem Osten schlicht die Arbeitskräfte aus.

Wie funktioniert die Civey-Methodik?
Das Meinungsforschungsinstitut Civey arbeitet mit einem mehrstufigen vollautomatisierten Verfahren. Alle repräsentativen Echtzeitumfragen werden in einem deutschlandweiten Netzwerk aus mehr als 20.000 Websites ausgespielt ("Riversampling"), es werden also nicht nur Nutzer von SPIEGEL ONLINE befragt. Jeder kann online an den Befragungen teilnehmen und wird mit seinen Antworten im repräsentativen Ergebnis berücksichtigt, sofern er sich registriert hat. Aus diesen Nutzern zieht Civey eine quotierte Stichprobe, die sicherstellt, dass sie beispielsweise in den Merkmalen Alter, Geschlecht und Bevölkerungsdichte der Grundgesamtheit entspricht. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse schließlich nach weiteren soziodemografischen Faktoren und Wertehaltungen der Abstimmenden gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren und Manipulationen zu verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in den Civey FAQ.
Warum ist eine Registrierung nötig?
Die Registrierung hilft dabei, die Antworten zu gewichten, und ermöglicht so ein Ergebnis für die Umfragen, das für die Wahlbevölkerung in Deutschland repräsentativ ist. Jeder Teilnehmer wird dabei nach seinem Geschlecht, Geburtsjahr und Wohnort gefragt. Danach kann jeder seine Meinung auch in weiteren Umfragen zu unterschiedlichen Themen abgeben.
Wie werden die Ergebnisse repräsentativ?
Die Antwort jedes Teilnehmers wird so gewichtet, dass das Resultat einer Umfrage für die Grundgesamtheit repräsentativ ist. Bei der Sonntagsfrage und beim Regierungsmonitor umfasst diese Grundgesamtheit die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Die Gewichtung geschieht vollautomatisiert auf Basis der persönlichen Angaben bei der Registrierung sowie der Historie früherer Antworten eines Nutzers. Weitere Details zur Methodik stehen im Civey-Whitepaper.
Erreicht man online überhaupt genügend Teilnehmer?
Meinungsumfragen werden in der Regel telefonisch oder online durchgeführt. Für die Aussagekraft der Ergebnisse ist entscheidend, wie viele Menschen erreicht werden können und wie viele sich tatsächlich an einer Umfrage beteiligen, wenn sie angesprochen werden. Internetanschlüsse und Festnetzanschlüsse sind in Deutschland derzeit etwa gleich weit verbreitet - bei jeweils rund 90 Prozent der Haushalte, Mobiltelefone bei sogar 95 Prozent. Die Teilnahmebereitschaft liegt bei allen Methoden im einstelligen Prozentbereich, besonders niedrig schätzen Experten sie für Telefonumfragen ein.
Es gibt also bei beiden Methoden eine Gruppe von Personen, die nicht erreicht werden kann, weil sie entweder keinen Anschluss an das jeweilige Netz hat oder sich nicht an der Umfrage beteiligen möchte. Deshalb müssen für ein aussagekräftiges Ergebnis immer sehr viele Menschen angesprochen werden. Civey-Umfragen sind derzeit neben SPIEGEL ONLINE in mehr als 20.000 andere Webseiten eingebunden, darunter auch unterschiedliche Medien. So wird gewährleistet, dass möglichst alle Bevölkerungsgruppen gut erreicht werden können.
Woran erkenne ich die Güte eines Ergebnisses?
Bis das Ergebnis einer Umfrage repräsentativ wird, müssen ausreichend viele unterschiedliche Menschen daran teilnehmen. Ob das bereits gelungen ist, macht Civey transparent, indem zu jedem Umfrageergebnis eine statistische Fehlerwahrscheinlichkeit angegeben wird. Auch die Zahl der Teilnehmer und die Befragungszeit werden für jede Umfrage veröffentlicht.
Was bedeutet es, wenn sich die farbigen Bereiche in den Grafiken überschneiden?
In unseren Grafiken ist der statistische Fehler als farbiges Intervall dargestellt. Dieses Intervall zeigt jeweils, mit welcher Unsicherheit ein Umfragewert verbunden ist. Zum Beispiel kann man bei der Sonntagsfrage nicht exakt sagen, wie viel Prozent eine Partei bei einer Wahl bekommen würde, jedoch aber ein Intervall angeben, in dem das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen wird. Überschneiden sich die Intervalle von zwei Umfragewerten, dann können streng genommen keine Aussagen über die Differenz getroffen werden. Bei der Sonntagsfrage heißt das: Liegen die Umfragewerte zweier Parteien so nah beieinander, dass sich ihre Fehlerintervalle überlappen, lässt sich daraus nicht ableiten, welche von beiden aktuell bei der Wahl besser abschneiden würde.
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insgesamt 77 Beiträge
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pariah_aflame 16.07.2019
1. Der allerletzte Satz ist es...
Lange Rede, kurzer Sinn - nachzulesen im letzten Satz. Abnehmende Arbeitslosigkeit werden sich nun wieder Politiker aller Coleur als Auszeichnung anheften, wohl wissend, dass das pure Demographie ist - die geburtenstarken jahrgänge gehen schlicht in Rente. Und Afdler mal weghören: Bis 2030 brauchen wir 8 Millionen neue Arbeitskräfte in D. Also jedes Jahr ab jetzt ein 2015, ansonsten gehen hier die Lichter aus. Denn "Grenzen dicht" bedeutet deutscher Wohlstand ade.
connaisseur 16.07.2019
2. 30 jahre des päppelns zeigt endlich ein wenig wirkung?
und dennoch darf man zippo freude darüber erwarten: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/cdu-in-leipzig-empfaengt-kramp-karrenbauer-nach-kritik-100.html klar - wenn man zugibt, dass es einem gut geht, wird man sofort geschröpft. insofern hat dieser wahnsinn irgendwie eine nachvollziehbare methode... :(
muellerthomas 16.07.2019
3. "
"Eine weitere Hypothek für die Zukunft ist die Demografie. Seit dem Mauerfall sind unter dem Strich 1,9 Millionen Menschen mehr vom Osten in den Westen gezogen als umgekehrt" Umgekehrt gilt aber auch: Wären all diese Menschen geblieben, läge die Arbeitslosenquote auch heute noch weit im zweistelligen Bereich.
theos001 16.07.2019
4.
Tja. Gewisse Gruppen/Individuen wehren sich mit Händen u. Füßen gegen das unausweichliche - gegen die Zeit. Es ist wie bei den Konservativen.....die Unterstützer sterben einfach weg. Schleichend aber definitiv. Solche Menschen würden lieber ihre Heimatstadt zu Staub zerfallen sehen, als zuzulassen das andere Menschen dort eine Heimat finden. Hab von der Sorte mind. 1 in der Familie.
rrblah 16.07.2019
5. Die Demografie
Das wichtigste steht zum Schluss. Die Arbeitslosigkeit ist schon alleine deswegen gesunken, weil es weniger Leute im erwerbsfähigen Alter gibt, bzw. weil viele Leute schon vor langer Zeit das Vernünftige getan haben: Nämlich dahin zu ziehen, wo sie Arbeit haben und nicht darauf zu hoffen, dass eine von Politikern verordnete Massnahme irgendwann vielleicht doch greift. Demografische Veränderungen kommen zunächst schleichend, sind letztlich aber unerbittlich. Weniger junge Menschen haben beispielsweise automatisch auch insgesamt weniger Kinder.
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