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20. Juli 2016, 11:38 Uhr

Trend zu Teilzeit

In Deutschland steigt die Zahl regulärer Jobs

Unbefristet, sozialversicherungspflichtig, mehr als 20 Stunden: Die Zahl sogenannter Normalarbeitsverhältnisse in Deutschland steigt. Das liegt vor allem an einem Trend zu Teilzeitjobs.

In Deutschland sind im Jahr 2015 rund 317.000 zusätzliche Normalarbeitsverhältnisse entstanden. Darunter fassen Statistiker Jobs, die unbefristet und voll sozialversicherungspflichtig sind, mindestens 20 Wochenstunden umfassen und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt werden. Insgesamt gibt es nun 24,8 Millionen solcher Stellen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Hauptgrund für die Entwicklung ist ein Anstieg der Beschäftigten mit einem Teilzeitjob von mehr als 20 Stunden um 5,7 Prozent auf 3,4 Millionen. Frauen haben daran mit knapp 89 Prozent den weitaus größeren Anteil. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich dagegen nur um rund 0,6 Prozent auf 21,4 Millionen.

Der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse an allen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren stieg von 68,3 auf 68,7 Prozent. Dieser Trend hält laut Statistischem Bundesamt bereits seit mehreren Jahren an. Im Jahr 2006 hatte der Anteil noch bei 65,4 Prozent gelegen.

Allerdings legte im vergangenen Jahr auch die Zahl der sogenannten atypisch Beschäftigten leicht zu - um 28.000 auf 7,5 Millionen. Als atypisch werden Erwerbstätige bezeichnet, die befristet angestellt sind, maximal 20 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten, geringfügig beschäftigt sind oder in Zeitarbeit tätig sind.

dab/dpa/AFP

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