Trend zu Teilzeit In Deutschland steigt die Zahl regulärer Jobs

Unbefristet, sozialversicherungspflichtig, mehr als 20 Stunden: Die Zahl sogenannter Normalarbeitsverhältnisse in Deutschland steigt. Das liegt vor allem an einem Trend zu Teilzeitjobs.

Arbeitsvertrag (Symbolfoto)
DPA

Arbeitsvertrag (Symbolfoto)


In Deutschland sind im Jahr 2015 rund 317.000 zusätzliche Normalarbeitsverhältnisse entstanden. Darunter fassen Statistiker Jobs, die unbefristet und voll sozialversicherungspflichtig sind, mindestens 20 Wochenstunden umfassen und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt werden. Insgesamt gibt es nun 24,8 Millionen solcher Stellen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Hauptgrund für die Entwicklung ist ein Anstieg der Beschäftigten mit einem Teilzeitjob von mehr als 20 Stunden um 5,7 Prozent auf 3,4 Millionen. Frauen haben daran mit knapp 89 Prozent den weitaus größeren Anteil. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich dagegen nur um rund 0,6 Prozent auf 21,4 Millionen.

Der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse an allen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren stieg von 68,3 auf 68,7 Prozent. Dieser Trend hält laut Statistischem Bundesamt bereits seit mehreren Jahren an. Im Jahr 2006 hatte der Anteil noch bei 65,4 Prozent gelegen.

Allerdings legte im vergangenen Jahr auch die Zahl der sogenannten atypisch Beschäftigten leicht zu - um 28.000 auf 7,5 Millionen. Als atypisch werden Erwerbstätige bezeichnet, die befristet angestellt sind, maximal 20 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten, geringfügig beschäftigt sind oder in Zeitarbeit tätig sind.

dab/dpa/AFP



insgesamt 25 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ironpolem 20.07.2016
1. Ich habe etwas vermißt.
Vor ca. 4 Wochen gab es die Meldung:" Immer mehr Deutsche haben ein oder zwei Zusatzjobs." Naja, das war ja auch nicht so positiv wie die meldung, daß immer merh Menschen einen Job haben. Was mich interssieren würde ist: "Wieviele von den Arbeitnehmern mit den neuen Jobs können davon leben oder müssen einen Zweijob ausüben. Übrigens: Es gibt in Deutschland ein Arbeitszeitgesetz. Das wurde in der Zeit der sozialen Marktwirtschaft eingeführt. Da werdn Wochenstunden sowie Quartalsstunden begrenzt, um die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht zu gefährden. Dieses Gesetz wurde auch nie geändert. Nur: Es schert sich niemand darum. Sie dürfen im Deutschland des 21. Jahrhundrets 40 Stunden normal arbiten und dann noch 20 oder merh Stunden pro Woche zusätzlich - nur bei einem anderen Arietgeber muß das sein. Die Gewerbeausichtsämter schauen grundsätzlich weg. Obeerste Direktive: "Was Wachstum schafft ist gut" Gruß von Frau Merkel.
notbehelf 20.07.2016
2. Erfreulich
Es ist doch erfreulich, dass so viele beschließen, dass es neben der Arbeit noch viele andere Dinge gibt. Die nd dass man sich das offensichtlich leisten kann, ist doch auch schön.
ironpolem 20.07.2016
3. Noch ne Zahl
2000 war der Anteil der rund 38 Millionen Arbeitnehmer am Volkseinkommen knapp 73 Prozent. 2008 war der Anteil von 39 Millionen Arbeitnehmern am Volkseinkommen nur noch 66 Prozent. Heute liegt der Anteil von 42 Millionen Arbeitnehmern bei ca. 68 Prozent des Volkseinkommens. Die Rentner werden durch die Arbeitnehmer mitfinanziert. Also fielen die Einnahmen der DRV genauso wie die Lohnquote. Wir hatten erst 2013 wieder das Lohnniveau aus dem jahr 1992. D. h. die 34 Prozent Produktivitätssteigerung der Wirtschft fiel voll den Arbeitgebrn (Unternehmer) zu. Aber solche Zahlen werden Siei in der Deutlichkeit in Deutschen Meiden nicht zu lesen bekommen.
j.vantast 20.07.2016
4. Eigenartige Grafik
Wir haben in 2015 also 14.476 männliche Normalarbeitnehmer in Deutschland gehabt und 212 weibliche Zeitarbeiterinnen? In der Grafik kommt man auf insgesamt 7535 atypisch Beschäftigte. Im Text werden 7,5 Millionen erwähnt. Die Daten in der Grafik können kaum richtig sein, denn demnach hätten wir 2015 nur rund 40.000 Beschäftigte gehabt.
ray8 20.07.2016
5.
Tolle Performance. Deutschland hat ein exzellentes Model für einen sozialen und dennoch wirtschaftlich sehr erfolgreichen Staat gefunden. Beispielhaft in der Welt!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.