Alarmierende Statistik Jeder vierte Bremer gilt als arm

Die Armutsrisikoquote liegt auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Am stärksten betroffen: Bremen und Berlin.

Tafel in Trier
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Tafel in Trier


In Bremen ist das Armutsrisiko besonders hoch. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Nahezu jeder vierte Einwohner Bremens galt demnach als arm (24,8 Prozent), gefolgt von Berlin (22,4 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (21,7 Prozent).

Insgesamt waren in Deutschland 15,7 Prozent der Bevölkerung von monetärer Armut bedroht, das waren 0,3 Prozentpunkte mehr als 2014 und ein Prozentpunkt mehr als 2005, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. SPIEGEL ONLINE hatte bereits am Freitag vorab über den Anstieg berichtet. Die Armutsquote liegt damit so hoch wie niemals zuvor seit der Wiedervereinigung.

Die Entwicklung weist große regionale Unterschiede auf. Im Westen Deutschlands sind mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren. Im Osten ist die Entwicklung dagegen rückläufig - mit Ausnahme von Berlin. In den alten Bundesländern ohne Berlin waren es 14,7 Prozent (plus 1,5 Punkte), in den neuen 19,7 Prozent (minus 0,7 Punkte). Den stärksten Anstieg im Zehn-Jahres-Vergleich verzeichnete Nordrhein-Westfalen: um 3,1 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent.

Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.

beb/dpa

insgesamt 133 Beiträge
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cato. 22.09.2016
1.
Vollkommen irrelevant, solange man nicht mit einem absoluten Armutsbegriff arbeitet. Es könnte genauso gut sein, dass man mit 65-70% des Durchschnittseinkommens nicht über die Runden kommt, genauso wie es sein kann, dass man mit 50% sehr gut leben kann. Überspitzt formuliert, wenn alle auf dem Niveau von 1945 leben, ist niemand arm nach dieser Definition.
suedseefrachter 22.09.2016
2.
Diese motivieren einfach nicht eine Leistung zu erbringen. In anderen Ländern - insbesondere Hauptstädten sieht man deutlich mehr Luxusautos - was kann man daraus schließen? Das der Staat denen nicht so unverschämt in die Taschen greift. Aber was will man denn, wer sozialistisch wählt darf sich nicht wundern wenn diese Parteien in dieser Hinsicht nichts ändern. Anscheinend wollen viele nicht durch ihre eigene Arbeit über die Runden kommen.. Wie erklärt man sich denn sonst das Kindergeld, Elterngeld, usw. Dieses Geld hätte man dem Steuerzahler im Vorhinein erst überhaupt nicht aus der Tasche ziehen müssen.
zynik 22.09.2016
3.
Jetzt kommen gleich wieder die hochintelligenten Wirtschafs"experten", die klarstellen, dass: a) Die Statistik von vornherein nicht stimmt b) Wirkliche Armut nur dann stattfindet, wenn die Menschen vor Hunger verrecken c) Echte Armut nur in Usbekistan existiert d) Die Betroffenen sowieso selbst schuld sind, weil sie ungebildet und verlottert sind. e) Die Linken in Bremen und Berlin dafür verantwortlich sind.
rockmadroll 22.09.2016
4. Gestern -
in dem Bericht einer Versicherungsgesellschaft - ging`s denen noch gut.
Hilfskraft 22.09.2016
5. ja aber ...
... WIR sind doch soooooooooooooo reich ..............?!?
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