Gundremmingen Weiterer AKW-Block geht endgültig vom Netz

Im bayerischen Gundremmingen ist ein weiterer AKW-Reaktor endgültig abgeschaltet worden. Der deutsche Atomausstieg kommt einen wichtigen Schritt voran.
Reaktor im Kernkraftwerk Gundremmingen

Reaktor im Kernkraftwerk Gundremmingen

Foto: Stefan Puchner/ dpa

Im Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern ist am letzten Tag des Jahres Block B endgültig abgeschaltet worden. Die Schichtmannschaft habe am Mittag den Generator vom Stromnetz getrennt und kurz darauf den Reaktor heruntergefahren, teilte ein Sprecher mit.

In Deutschland sind nun nur noch sieben Reaktoren am Netz, die nach dem Atomgesetz bis spätestens Ende 2022 ebenfalls nach und nach abgeschaltet werden.

Bundesumweltministerium Barbara Hendricks zeigte sich zuletzt "froh" über das Abschalten von Gundremmingen B. Der deutsche Atomausstieg komme damit "einen wichtigen Schritt voran", sagte die SPD-Politikerin. Die Kernkraft sei eine "gefährliche und nicht nachhaltige Energieform".

Die Bundesregierung hatte sich im Sommer 2011 unter dem Eindruck der Katastrophe im japanischen Fukushima auf den kompletten Atomausstieg geeinigt. Nach Gundremmingen B soll den Plänen zufolge als Nächstes das AKW Philippsburg 2 in Baden-Württemberg bis Ende 2019 vom Netz gehen. In Gundremmingen ist nun nur noch Block C am Netz, Reaktor A wurde bereits 1977 abgeschaltet.

Parallel zum Atomausstieg läuft bereits eine Debatte darüber, wie und bis wann die Bundesregierung aus der klimaschädlichen Kohlekraft aussteigen wird.

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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hieß es, das komplette AKW Gundremmingen sei nun abgeschaltet. Wir haben die Meldung korrigiert.

ssu/AFP
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