Entscheidung für Energiewende Frankreich will künftig mit deutlich weniger Atomstrom auskommen

Die Nationalversammlung in Frankreich hat ein wichtiges Gesetz zur Energiewende verabschiedet. Demnach sollen die Franzosen künftig deutlich weniger Atomstrom verbrauchen als bisher.

Greenpeace-Protest am Atomkraftwerk Fessenheim: Schließung nicht in Sicht
DPA

Greenpeace-Protest am Atomkraftwerk Fessenheim: Schließung nicht in Sicht


Paris - Das traditionell atomfreundliche Frankreich will in Zukunft nicht mehr so viel Atomstrom verbrauchen wie bisher. Von aktuell rund 75 Prozent des gesamten Strombedarfes sollen bis 2025 nur noch etwa 50 Prozent aus den Reaktoren kommen. Ein entsprechendes Gesetz zur Energiewende ist nun von der Nationalversammlung in Paris mit deutlicher Mehrheit verabschiedet worden. Die Neuregelung war von François Hollande schon im Wahlkampf 2012 versprochen worden, bevor er Präsident wurde.

Nicht im Gesetz festgeschrieben ist die Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks in Fessenheim nahe der Grenze zu Deutschland. Das älteste Atomkraftwerk Frankreichs ist seit 1977 in Betrieb. Hollande hat das Aus für die Anlage bis Ende 2016 angekündigt. In Frankreich wird momentan in 58 Reaktoren an 19 Standorten Atomstrom produziert.

Mit dem Gesetz soll zudem der Energiebedarf in Frankreich bis 2050 gegenüber 2012 halbiert werden. Das Land gilt als Energieverschwender. Bei gleichem Standard werden nach Studien in französischen Haushalten gegenwärtig knapp 25 Prozent mehr Strom verbraucht als in Deutschland.

jbe/dpa

insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
msvfagottfan 14.10.2014
1.
Stoppt diese Energiewende! Anstatt sich von Kohlekraftwerken und co abzuwenden, die definitiv kräftig mithelfen, die ganze Welt nachhaltig zu zerstören, verbietet man Atomkraftwerke, die bei vernünftigen Sicherheitsvorkehrungen so gut wie sicher sind( nur das Problem mit den Endlagerstätten für Atommüll muss in den Griff bekommen werden( aber auch wenn man auf weitere AKWs verzichtet)). Doch nein, die Politik muss sich ja um die eher unnötigen Sorgen der Bürger kümmern als an die langfristige Zukunft der Erde zu denken (und das gilt quasi für alle Industrienationen). R.I.P. Erde.
gs-hybrid 14.10.2014
2. Wer mit Strom heizt ...
Zitat: "Bei gleichem Standard werden nach Studien in französischen Haushalten gegenwärtig knapp 25 Prozent mehr Strom verbraucht als in Deutschland." Da in F viel mehr mit Strom geheizt wird als in D, ist ein Mehrverbrauch von 25% in franz. Haushalten kaum verwunderlich ...
e_d_f 15.10.2014
3. Dieser hilflose Präsident ...
... kann nur Unsinn produzieren. Dass die Franzosen mehr Strom verbrauchen als wir, liegt daran, dass vielfach mit Strom geheizt wird und Dass der Strom deutlich billiger ist als bei uns. Ansonsten ist der Verbrauch ähnlich. Dem Versager Hollande fällt nichts sinnvolles mehr ein, also macht er die Fehler der deutschen Linken nach. Was für ein Unsinn!
tempus fugit 15.10.2014
4. So so,...
Zitat von e_d_f... kann nur Unsinn produzieren. Dass die Franzosen mehr Strom verbrauchen als wir, liegt daran, dass vielfach mit Strom geheizt wird und Dass der Strom deutlich billiger ist als bei uns. Ansonsten ist der Verbrauch ähnlich. Dem Versager Hollande fällt nichts sinnvolles mehr ein, also macht er die Fehler der deutschen Linken nach. Was für ein Unsinn!
...die Stromversorgungsstruktur hat doch nicht Hollande erfunden - sowenig wie die deutschen Hausfrauen, die mittags und abends mit Strom statt mit Gas kochen wollten - sonst wären die sicher auf die Strfasse gegange! (;>)) Frankreich heizt mit Strom, weil die trägen AKW nicht dauernd rauf und runtergefahren werden können und nachts nicht wüssten, wohin mit den Riesenmengen Strom. Wenn Ihnen mal einer Ihrer geliebten Atommeiler um die Ohren fliegt und das radioaktiv verstrahlte Material, dann wären Sie heilfroh, Frankreich hätte die 'deutschen Linken' kopiert!
7eggert 15.10.2014
5.
Zitat von msvfagottfanStoppt diese Energiewende! Anstatt sich von Kohlekraftwerken und co abzuwenden, die definitiv kräftig mithelfen, die ganze Welt nachhaltig zu zerstören, verbietet man Atomkraftwerke, die bei vernünftigen Sicherheitsvorkehrungen so gut wie sicher sind( nur das Problem mit den Endlagerstätten für Atommüll muss in den Griff bekommen werden( aber auch wenn man auf weitere AKWs verzichtet)). Doch nein, die Politik muss sich ja um die eher unnötigen Sorgen der Bürger kümmern als an die langfristige Zukunft der Erde zu denken (und das gilt quasi für alle Industrienationen). R.I.P. Erde.
Wie wollen Sie denn dazu kommen, daß irgendwo vernünftige Sicherheitsstandards eingehalten werden? In Fukushima gab es z.B. diverse Möglichkeiten, die Katastrophe im Vorfeld zu verhindern. Notstromkabel für externe Versorgung z.B., oder Knallgasrekombinatoren statt explodierender Hallen. Oder einfach mal auf die Geologen hören, die Tsunamiablagerungen in einer Höhe gefunden haben, die belegt, daß die Mauer zu niedrig ist. So lange der Homo Gredibissimus (Mensch) an Ruder sitzt, sind Atomkatastrophen garantiert, laut der offiziellen Zahlen der Betreiber und etwas statistischer Rechnung alle 25 Jahre.
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