Hitzewelle Australien richtet Dürre-Fonds ein

Temperaturen über 45 Grad, die schlimmsten Dürrekatastrophen seit Beginn der Aufzeichnungen: Australien erlebt seit 2017 außergewöhnliche Hitze und Wasserknappheit. Jetzt reagiert die Regierung.

Getreidebauer auf seinem vertrockneten Rapsfeld
DPA

Getreidebauer auf seinem vertrockneten Rapsfeld


Australien startet wegen der Rekordtemperaturen und der großen Trockenheit einen Dürrefonds: Die Regierung in Canberra will nach eigenen Angaben in den kommenden zehn Jahren fünf Milliarden australische Dollar - umgerechnet gut drei Milliarden Euro - für Forschung, Innovationen, Technologien und Infrastrukturprojekte bereitstellen, um das Land besser für Dürreperioden zu rüsten. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz.

Die ersten Gelder sollen ab Juli 2020 fließen. Nach Angaben der australischen Meteorologiebehörde haben weite Teile des Landes seit April 2017 die schlimmsten Dürrebedingungen seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Wasserknappheit habe die Lage in vielen Regionen verschärft, hieß es.

Die Dürre im Osten des Landes habe mit dem Murray-Darling-Becken auch eine der bedeutendsten Agrarregionen Australiens getroffen. Die Gegend habe die schwächsten Regenfälle der vergangenen 120 Jahre verzeichnet, sagte der Klimatologe David Jones. Auch das laufende Jahr soll nach Angaben der Experten überdurchschnittlich trocken werden.

Bei einer Hitzewelle im Januar wurden in Teilen Australiens Temperaturen von mehr als 45 Grad Celsius gemessen.

ssu/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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geri&freki 25.07.2019
1. Hausgemacht
Nun wundern sich die australischen Zauberlehrlinge, dass ihr hemmungsloser Raubbau an der Natur - insbesondere der massive Steinkohleabbau - auch bei ihnen selbst Folgen zeigt. Und zwar ziemlich heftige. Mit lächerlicher Symptomkuriererei wie einem Dürrefond werden sich die Geister jedoch nicht mehr einfangen lassen. Die Hypotheken gegenüber der Natur werden nun auf bittere Weise fällig!
uezegei 25.07.2019
2.
Und das mitten im Südwinter .. da mag ihnen ja im Sommer noch weit aus Übleres bevorstehen.
Pfaffenwinkel 25.07.2019
3. Gute Idee
Auch die EU sollte einen Dürre-Fond einrichten. Es steht zu befürchten, dass die EU-Länder, zumindest im Süden, ihn in den nächsten Jahren brauchen werden.
mali123 25.07.2019
4. Und dann werden wir
Zitat von PfaffenwinkelAuch die EU sollte einen Dürre-Fond einrichten. Es steht zu befürchten, dass die EU-Länder, zumindest im Süden, ihn in den nächsten Jahren brauchen werden.
Geld essen? Wann begreifen die Menschen, dass man Geld nicht essen kann sondern nur Nahrung? Immer noch nix verstanden?
gejag 25.07.2019
5. irreführende Überschrift! Falsche Jahreszeit!
Die aktuellen Temperaturen in Adelaide sind heute laut wetter.com zwischen 10-14°C und nicht über 45°C. Der Artikel bezieht sich auf den australischen Sommer. Jetzt ist dort Winter! Der Artikel bezieht sich damit nur auf die daraus resultieren Konsequenzen. Quasi "Schnee von gestern" ...
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