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Ladesäulen-"Masterplan"

So soll das Laden von E-Autos verbessert werden

Wer sein Elektroauto nicht laden kann, der wird sich keins kaufen. Auf einem "Autogipfel" im Kanzleramt soll deshalb ein "Masterplan" für den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur beschlossen werden. Lesen Sie hier die wichtigsten Punkte.

Edith Geuppert/ DPA

Ein Auto an einer Elektroladestation in Stuttgart

Montag, 04.11.2019   14:38 Uhr

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Vor dem sogenannten Autogipfel an diesem Montagabend hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr Tempo beim Aufbau der Infrastruktur für Elektroautos gefordert. Der Bund werde in den nächsten Jahren 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur investieren, sagte Merkel beim Produktionsstart des VW-Elektromodells ID.3 im Werk in Zwickau. Doch diese Förderung sei bis 2035 begrenzt, "um wirklich auch Druck zu machen, dass die Ladeinfrastrukur gebaut wird".

Rund 50.000 öffentliche Ladepunkte müssten recht schnell geschaffen werden, um den E-Auto-Fahrern Verlässlichkeit zu geben. Auch die Genehmigungsverfahren für Ladestationen müssten beschleunigt werden. "Wir wissen heute, wir müssen schneller werden." Bis 2030 sollten eine Million öffentliche Ladepunkte entstehen.

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Der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für E-Autos gilt als zentrale Voraussetzung dafür, dass Elektrofahrzeuge den Durchbruch auf dem Massenmarkt schaffen. Die Autobranche befindet sich derzeit mitten in einem grundlegenden Wandel. Zum einen muss die Industrie Milliarden in neue Technologien wie die E-Mobilität investieren, auch um strengere EU-Vorgaben einhalten zu können. Zum anderen ist bei vielen Firmen die Ertragslage wegen des Abschwungs in den weltweiten Automärkten schlechter geworden. Das hat bisher vor allem Zulieferer getroffen, es gibt Kurzarbeit und Ankündigungen von Jobabbau.

Politik und Autobranche wollen bei ihrem Spitzentreffen am Abend über die Zukunft der Autoindustrie beraten. Dabei geht es darum, wie die Unternehmen den schwierigen Umbruch meistern können und wie die Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgebaut werden kann. An dem Treffen nehmen neben Kanzlerin Merkel mehrere Bundesminister, Ministerpräsidenten von "Autoländern" und die Spitzen von Union und SPD teil - daneben die Chefs des Autoverbandes VDA, von Gewerkschaften, Autoherstellern und Zulieferern.

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In dem "Masterplan" sind die Aufgaben skizziert, die den Beteiligten in den kommenden Jahren bevorstehen. Grundsätzlich gilt: Verbraucher sollen künftig eine Ladestation problemlos finden und einfach bedienen können. Authentifizierung, Freischaltung, Bezahlung und Abrechnung sollen ohne Probleme erfolgen.

Die wichtigsten Punkte:

Die Regierung erwägt zudem Auflagen für die Wirtschaft. Der Ausbau öffentlicher Ladesäulen könne nicht allein über Förderung gestemmt werden, heißt es im Plan: "Wo eine bedarfsgerechte Versorgung marktgetrieben nicht erfolgt, werden daher auch ordnungsrechtliche Maßnahmen erwogen." Konkret geht es dabei um Ladestandorte, die künftig wenig angefahren werden und wenig wirtschaftlich sind - aber für das Netz von "strategischer Bedeutung".

kko/mik/dpa/AFP/Reuters

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