SPD-Politikerin Aydan Özoguz Asylbewerber sollten schneller Leiharbeit machen dürfen

Vier Jahre müssen Asylbewerber warten, bis sie einen Job als Leiharbeiter annehmen dürfen. "Praxisfremd" findet das die Flüchtlingsbeauftrage der Bundesregierung. Im SPIEGEL fordert sie eine deutlich kürzere Sperre.

Asylbewerber in einer Lernwerkstatt in Bayern: Integration in den Arbeitsmarkt
DPA

Asylbewerber in einer Lernwerkstatt in Bayern: Integration in den Arbeitsmarkt


Die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), fordert, dass Asylbewerber künftig bereits nach 15 Monaten auch Jobs in der Leiharbeit annehmen dürfen. "Das Leiharbeitsverbot für Asylbewerber ist nicht mehr zeitgemäß", sagte Özoguz dem SPIEGEL. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Asylbewerber und Geduldete dürften zwar inzwischen nach drei Monaten arbeiten, in den ersten vier Jahren gelte aber weiterhin das Leiharbeitsverbot. Die lange Sperre sei "praxisfremd" und konterkariere die Bemühungen einer raschen Integration in den Arbeitsmarkt, die gerade durch Leiharbeit möglich wäre.

"Ich fände es daher sinnvoll, wenn das Leiharbeitsverbot für Asylbewerber und Geduldete spätestens nach 15 Monaten Aufenthalt aufgehoben wird, zeitgleich mit dem Wegfall der Vorrangprüfung", so die Flüchtlingsbeauftragte. Bei aller Kritik an der Leiharbeit falle mittlerweile zudem ein weiterer Vorbehalt weg: "In der Branche gilt der Mindestlohn, die Sorge vor Lohndumping ist also unbegründet", sagt Özoguz.

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