Rassismusvorwürfe Bahlsen benennt »Afrika«-Keks um

Konsequente Krisen-PR – oder übertriebene Political Correctness? Die Firma Bahlsen hat einen Keks von »Afrika« in »Perpetum« umbenannt, nachdem es Rassismusvorwürfe auf Instagram gab.
Instagram-Post von Bahlsen: »Weil du mir jeden Tag versüßt«

Instagram-Post von Bahlsen: »Weil du mir jeden Tag versüßt«

Foto: Bahlsen

Nach einer Rassismus-Debatte in sozialen Netzwerken hat das Unternehmen Bahlsen einen Waffelkeks umbenannt.

Der Name des Produkts »Afrika« sei in »Perpetum« geändert worden, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Die neuen Produkte seien seit Juni im Handel.

Es sei festgestellt worden, dass der eigentliche Grund für die Namensgebung vor über 60 Jahren heute nicht mehr wahrgenommen werde, teilte das Unternehmen mit. Man habe seinerzeit den Bezug zum Rohstoff Kakao herstellen wollen, der in einigen afrikanischen Ländern angebaut werde.

»Aus diesen Gründen haben wir uns für die Umbenennung entschieden.« Der neue Name sei vom lateinischen Adjektiv perpetuus abgeleitet, was sich mit beständig übersetzen lässt.

In den sozialen Netzwerken sorgte die Umbenennung teils für Befremden . »Was ist denn an dem Wort Afrika rassistisch?«, fragten manche Nutzerinnen und Nutzer. Ein anderer schrieb schlicht »??????«.

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Im März hatten sich manche ganz anders geäußert. Anlässlich des Valentinstags am 14. Februar hatte Bahlsen das Bild einer »Afrika«-Kekspackung auf Instagram gepostet. Daneben lag ein Zettel mit der Notiz: »Weil du mir jeden Tag versüßt.«

Eine Nutzerin schrieb daraufhin: »Ein brauner Keks, der Afrika heißt? For Real?«

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