Trotz Protesten von Vegetariern Bank of England druckt weiter Tierfett-Geldscheine

Der Umtausch zu teuer, die Geldversorgung gefährdet: Die britische Notenbank lässt die umstrittene Fünf-Pfund-Note im Verkehr - trotz tierischen Fetts im Geldschein. Dennoch könnten die Proteste wirken.

Neue Fünf-Pfund-Note
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Neue Fünf-Pfund-Note


Die Bank of England will ihre neuen Fünf-Pfund-Scheine trotz Kritik von Vegetariern und Veganern beibehalten. Die Kosten, um die Scheine zu ersetzen, seien zu hoch. Außerdem sei die Versorgung mit Bargeld gefährdet, würden die Scheine nun aus dem Verkehr gezogen, teilte die britische Notenbank mit.

Recherchen hatten ergeben, dass der Kunststoff, der für die Herstellung der Scheine verwendet wird, einen geringen Anteil von tierischem Fett enthält. Etwa 135.000 Menschen hatten in einer Onlinepetition im Namen von Veganern, Vegetariern und Religionsgemeinschaften gefordert, das tierische Fett aus dem Herstellungsprozess für die Geldscheine zu verbannen. Einzelne Läden hatten angekündigt, die neuen Scheine nicht zu akzeptieren.

Im Video: Neue Fünf-Pfund-Note - Briten zahlen künftig mit Plastikgeld

Die Bank of England hatte die neuen Fünf-Pfund-Noten erst im September in Umlauf gebracht. Sie sind widerstandsfähiger als bisherige Scheine. Darauf zu sehen sind Porträts von Queen Elizabeth II. und dem früheren Premierminister Winston Churchill.

Auch die Einführung eines neuen Zehn-Pfund-Scheins soll wie geplant stattfinden, teilte die britische Notenbank mit. Für einen neuen 20-Pfund-Schein will sie aber über Lösungen für ein Herstellungsverfahren ohne tierische Fette nachdenken.

msc/dpa

insgesamt 42 Beiträge
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rotella 15.02.2017
1. Vielleicht
Vielleicht sollten Vegetarier den engl. Spruch "put your money where your mouth is" nicht so wortwörtlich nehmen, dann hätten sie auch keine Schwierigkeiten mit den tierischen Fetten in den Scheinen. Sie sollten sich doch vielmehr an der alten Weisheit der Cree-Indianer halten: "Bla bla bla, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!" :D
Tevje 15.02.2017
2. Es wird ja
niemand gezwungen, den Schein zu nutzen. Außer den 135 000 Veganern gibt es ja nur noch eine unbedeutende Mehrheit von 13 500 000 Anderen, denen es wichtiger ist, den Geldschein in Zeiten unsicherer öffentlicher Finanzen im UK beizubehalten. Die Öffentlichkeit muss nicht über jedes Stöckchen springen, dass ihr hingehalten wird, Limburg ist schließlich nicht die Welt.
hapeschmidt2 15.02.2017
3. Erklär mal.....
Erklär mal einer den Vegetariern, dass sie die Geldscheine nicht essen sollen, sondern ausgeben.
wolfi55 15.02.2017
4. Ist das beim Euro anders?
Der hat doch auch so eine Art Lackierung.
thomsky 15.02.2017
5. Die obigen Kommentare...
...sind wirklich das Mass aller Dummheit und Intoleranz und schaffen es noch nicht einmal, anscheinend witzig zu sein. Das die Scheine Tierprodukte enthalten, ist hier in GB ein Skandal und es ist nicht vertretbar, dass ein sonst neutraler Geldschein fuer eine Gruppe von hunderttausenden Einwohnern inakzeptabel hergestellt wird. Es geht darueberhinaus auch nicht mal um Veganer und Vegetarier, sondern auch um Religionsgemeinschaften (z.B. Millionen Hindi), denen es nicht erlaubt ist, Tierprodukte in ihrem Alltag zu verwenden. In einer zivilisierten Gesellschaft ist so etwas absolut ruecksichtslos und da gibt es nichts zu lachen.
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