Finanzaufsicht Banken sollen mit Milliarden für Krisenzeiten vorsorgen

Die Immobilienmärkte laufen heiß, die Konjunktur kühlt sich ab. Nun fordert die Finanzaufsicht von den Banken, mehr Eigenkapital vorzuhalten. Die haben aber noch Zeit, die Vorgaben zu erfüllen.

Frankfurter Skyline: Banken sollen künftig einen Milliardenpuffer für Krisenzeiten aufbauen
AP

Frankfurter Skyline: Banken sollen künftig einen Milliardenpuffer für Krisenzeiten aufbauen


Deutschlands Banken sollen künftig höhere Kapitalpuffer für Krisenzeiten zurücklegen. Das will die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zum 1. Juli umsetzen. Vorangegangen war eine Empfehlung des Ausschusses für Finanzstabilität (AFS). Ziel sei es, dass die Banken in guten Zeiten ein Reservepolster aufbauen, um damit in schlechteren Zeiten Verluste auffangen zu können.

Dafür empfiehlt der Ausschuss die Aktivierung des sogenannten antizyklischen Kapitalpuffers, der die Finanzinstitute gegen unvorhergesehene Entwicklungen wappnen soll. Dieser Puffer liegt derzeit bei null Prozent und soll nun erstmals auf 0,25 Prozent der risikogewichteten Aktiva angehoben werden.

Nach Angaben der Bafin müssen Banken damit 5,3 Milliarden Euro mehr hartes Kernkapital vorhalten. Die Geldhäuser sollen aber zwölf Monate Zeit bekommen, die Vorgaben zu erfüllen.

Die deutsche Wirtschaft befinde sich derzeit zwar "im längsten Aufschwung seit der Wiedervereinigung", erklärte der AFS. Sollte es jedoch zu Systemrisiken kommen, könne das Bankensystem darauf mit einer übermäßigen Einschränkung der Kreditvergabe an die Realwirtschaft reagieren. Mit dem Finanzpolster werde nun "in wirtschaftlich guten Zeiten ein Puffer im Bankensystem aufgebaut".

Noch keine akuten Systemrisiken in Sicht

Es handele sich dabei um einen "atmenden" Puffer, betont die Bafin. Er kann also je nach Lage wieder verringert werden. Der AFS war erstmals im März 2013 zusammengetreten. Im AFS vertreten sind das Finanzministerium, die Bundesbank sowie die Bafin selbst.

Finanzstaatssekretär Jörg Kukies sagte, die jetzige Maßnahme diene allein der Prävention. "Wir sehen keine konkreten Anzeichen für akute Systemrisiken." Die Bundesbank verwies trotzdem auf zahlreiche potenzielle Risiken, unter anderem einen harten Brexit, eine Überhitzung des Immobilienmarkts sowie überbewertete Kreditsicherheiten.

Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Paus, forderte eine zügige Umsetzung der Empfehlung des Ausschusses. "Die Banken müssen jetzt mit höherem Eigenkapital vorsorgen, damit sie in der Krise nicht wieder Wirtschaft und Gesellschaft in Geiselhaft nehmen", erklärte sie. Selbst wenn an der Oberfläche alles rosig scheine und die Wirtschaft boome, "heißt das nicht, dass die Risiken nicht steigen".

hej/AFP/Reuters



insgesamt 7 Beiträge
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Menschundrecht 27.05.2019
1. Zurück in die Raute
Bei denen hält eben das Oberwasser von 2008 ff an, das heißt, die befinden sich immer noch im Mutti rettet uns (https://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/streit-ueber-staatsfinanzen-den-usa-drohen-griechische-verhaeltnisse-thread-75034-21.html#postbit_11314086) ( ... die Banken, das Weltklima, den Euro, Europa, die Flüchtlinge, Frauen und Kinder zuerst) - Modus. (https://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/streit-ueber-staatsfinanzen-den-usa-drohen-griechische-verhaeltnisse-thread-75034-21.html#postbit_11314086)
thequickeningishappening 28.05.2019
2. Nach Basel lll beträgt Die EK Vorgabe 10,5%
Tier 1 (4%), Tier 2 (4%) und Puffer (2,5%).
Lion 28.05.2019
3. Gepamperte Finanzindustrie
Wir haben sie aus dem Dreck geholt, die Finanzindustrie Europas und mit unseren Steuergeldern geampert, damit sie überleben können, die Banken. Sie haben weiterhin in großem Stil Steuern veruntreut und am Staat vorbeigeschleust. Sie haben Immobilien aufgekauft und uns die Mietpreise zerstört. All das ist bekannt und es gibt Dokumentationen en masse darüber. Dafür haben die Steuerzahler, die sie gerettet haben, in den letzten Jahren auch noch Geld verloren, wenn sie es zum Sparen zur Bank brachten. Also wir haben alle doppelt verloren - außer die Finanzindustrie. Jetzt haben sie noch viel Zeit eingeräumt bekommen, um Rücklagen zu bilden. Warum? Wenn man unsere Steuergelder noch einmal verwenden muss, um Banken zu retten, dann werde ich auf die Barrikaden gehen. Genug ist genug!
msmirror 28.05.2019
4. Under immer noch keine Kapital..
.. für griechische, italienische und sonstigen Ramsch...
Dr. homo oeconomicus 28.05.2019
5. Wenn man keine Ahnung hat,...
Zitat von LionWir haben sie aus dem Dreck geholt, die Finanzindustrie Europas und mit unseren Steuergeldern geampert, damit sie überleben können, die Banken. Sie haben weiterhin in großem Stil Steuern veruntreut und am Staat vorbeigeschleust. Sie haben Immobilien aufgekauft und uns die Mietpreise zerstört. All das ist bekannt und es gibt Dokumentationen en masse darüber. Dafür haben die Steuerzahler, die sie gerettet haben, in den letzten Jahren auch noch Geld verloren, wenn sie es zum Sparen zur Bank brachten. Also wir haben alle doppelt verloren - außer die Finanzindustrie. Jetzt haben sie noch viel Zeit eingeräumt bekommen, um Rücklagen zu bilden. Warum? Wenn man unsere Steuergelder noch einmal verwenden muss, um Banken zu retten, dann werde ich auf die Barrikaden gehen. Genug ist genug!
sollte man nicht so einen dümmlichen Kommentar verfassen. Die Banken gehören übrigens auch zu den großen Steuerzahlern in diesem Staat. Sie zahlen deutlich mehr als Leute, die solche dümmlichen Kommentare verfassen. Banken kaufen Wohnimmoblien en masse? Seit wann? Und wo? Banken sind in erster Linie Kreditgeber und keine Immobiliengesellschaften die an Privatleute vermieten. Also hören Sie auf so einen Stuß zu verbreiten. Welche Banken wurden den gerettet? In erster Linie staatliche Banken. Warum? Weil ein Konkurs einen viel größeren Schaden verursacht hätte als die Folgen der Unterstützung. Die Bank ist nicht dafür zuständig, dass Sie mit ihren paar Kröten auch Gewinn machen. Die Bank macht Ihnen ein Angebot, das sie eingehen oder ablehnen können. Das Risiko liegt bei Ihnen, wie bei jedem anderen Geschäft auch. Also informieren SIe sich erst einmal richtig bevor Sie so einen geistigen Atommüll verbreiten!
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