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15. April 2014, 13:33 Uhr

Schutz vor Finanzkrisen

EU-Parlament beschließt Bankenunion

Breite Mehrheit für die Bankenunion: Das EU-Parlament hat für einen einheitlichen Mechanismus zur Abwicklung maroder Geldhäuser gestimmt. Damit sollen Steuerzahler künftig seltener zur Kasse gebeten werden.

Straßburg - Das EU-Parlament hat Regeln für die Abwicklung und Sanierung von Banken verabschiedet. Damit ist die Bankenunion perfekt, mit der in Zukunft eine Finanzkrise vermieden werden soll.

Künftig müssen in erster Linie Eigentümer und Gläubiger für die Bankenrettung aufkommen. Das EU-Parlament stimmte am Dienstag in Straßburg mit sehr großer Mehrheit für das Gesetz. Sparer mit weniger als 100.000 Euro auf ihrem Konto bleiben verschont.

Der Kompromiss zur Bankenabwicklung sieht vor, dass die Geldinstitute in den 18 Ländern der Euro-Zone binnen acht Jahren 55 Milliarden Euro in einen Abwicklungsfonds überweisen müssen. Nach zwei Jahren werden 60 Prozent der Gelder vergemeinschaftet, der Rest innerhalb der darauffolgenden acht Jahre. Dies soll gewährleisten, dass Aktionäre und Anleiheinhaber als erste haften müssen, wenn eine Bank in die Schieflage gerät.

Der Kompromiss, den Europaparlament, Rat und EU-Kommission geschlossen haben, geht weiter als man noch vor einigen Wochen erwarten durfte. Aber er wird wohl nicht ausreichen, um das große Versprechen der Bankenunion einzulösen.

bos/dpa/AFP

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