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18. September 2015, 07:53 Uhr

Handelsbeziehungen

USA bereiten den Weg für das Big Business auf Kuba

Die USA wollen die Wirtschaftssanktionen gegen Kuba weiter lockern. Die Regierung in Washington hat Medienberichten zufolge jetzt den finalen Entwurf für die neuen Regeln aufgestellt.

Die Vereinigten Staaten bereiten eine weitere Lockerung der Wirtschaftssanktionen gegen Kuba vor. So sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert US-Firmen Büros in Kuba eröffnen dürfen, wie aus einem Entwurf des Präsidialamts hervorgeht, berichten übereinstimmend mehrere US-Medien.

Auch soll die Zusammenarbeit amerikanischer Unternehmen mit kubanischen Partnern ermöglicht werden, verlautete laut Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen. Zudem würden die Beschränkungen für Software-Exporte gelockert. Die Pläne könnten noch am Freitag vorgestellt werden. Sie dürften allerdings auf Widerstand der Republikaner im Kongress stoßen.

Die neuen Regulierungen seien vom US-Handelsministerium entworfen worden, berichtet der "Washington Examiner". Das 27-seitige Papier erweitere die Regeln, die im Januar aufgestellt wurden, schreibt das Blatt: Bereits seit Anfang des Jahres gelten eine Reihe von Handels- und Reiseerleichterungen.

So ermöglichten die neuen Regulierungen den freien Fluss US-amerikanischer Waren nach Kuba, um dort "die Lebensbedingungen zu verbessern und die unabhängigen Wirtschaftsaktivitäten zu unterstützen", zitiert der "Examiner" den Entwurf. Außerdem würden die neuen Regulierungen voraussichtlich Reisen aus den USA nach Kuba mittels autorisierter Fluglinien und Fähren erleichtern, heißt es weiter.

Obama empfängt kubanischen Botschafter im Weißen Haus

Am Donnerstag empfing US-Präsident Barack Obama zudem den kubanischen Botschafter in den USA, José Ramón Cabañas. Der diplomatische Veteran, der seit 2012 die kubanischen Interessen in Washington vertritt, ist der erste Gesandte des Inselstaats in den Vereinigten Staaten seit 54 Jahren, berichtet Reuters. Im Laufe seiner Karriere war Cabañas demnach bereits im kubanischen Außenministerium sowie als kubanischer Botschafter in Österreich tätig. Cabañas war einer von 16 neu ernannten Diplomaten, deren Status bei dem Empfang im Weißen Haus bestätigt wurde, schreibt der "Miami Herald". Cabañas und Obama diskutierten bei dem Treffen über die bilateralen Beziehungen der beiden Länder.

Anfang Juli hatte Obama verkündet, dass die USA und Kuba wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen wollen. Zuvor hatten Kuba und die USA lediglich eine Interessenvertretung in der jeweils anderen Hauptstadt. Am 20. Juli wurden die Botschaften in der jeweils anderen Hauptstadt wieder eröffnet. Seit einem Besuch von US-Außenminister John Kerry Ende August weht wieder die US-Flagge vor der Botschaft in der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Die beiden Länder hatten die diplomatische Annäherung bereits im Dezember 2014 eingeleitet. Die USA strichen den kommunistisch regierten Staat von ihrer Terrorliste.

bos/Reuters

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