Geld Blauer Kunststoffring soll Fünf-Euro-Münze fälschungssicher machen

Edel wirkt er nicht, aber nützlich soll er sein: Ein blauer Kunststoffring in der neu entwickelten Fünf-Euro-Münze soll Fälscher abschrecken.

Neue Fünf-Euro-Münze mit blauem Ring
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Neue Fünf-Euro-Münze mit blauem Ring


Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat eine fälschungssichere Fünf-Euro-Münze vorgestellt. Die Neuerung: Ein blauer Kunststoffring zwischen Rand und Kern des Geldstücks soll Fälschern das Leben schwer machen. Das Geldstück wurde von den Hauptmünzämtern von Bayern und Baden-Württemberg entwickelt.

Im eigenen Geldbeutel werden einem die Münzen vorerst wohl nicht begegnen. Aus dem Ministerium heißt es, es gebe zwar Gespräche, den neuen Fälschungsschutz auch bei üblicheren Geldstücken einzuführen. Entschieden sei aber noch nichts. Die Münzen "Blauer Planet Erde" werden voraussichtlich vor allem bei Sammlern begehrt sein. Die erste Charge dieser zwei Millionen Fünf-Euro-Münzen soll vom kommenden Donnerstag an in Umlauf gehen.

Die neue Münze verfüge über zwei Sicherheitsmerkmale, sagte Söder. Einerseits sei der blaue Polymerring auf den ersten Blick erkennbar. Eine Echtheitsprüfung sei dadurch mit bloßen Auge möglich. Weil er zudem als Isolierschicht zwischen den beiden Metallkomponenten wirkt, könnten aber auch Automaten echte Münzen besser von falschen unterscheiden. Den Polymerring herzustellen und einzubauen sei dagegen sehr komplex.

Söder sagte, dass sich das Fälschergeschäft in den vergangenen Jahren verändert habe: Statt gefälschter Scheine gelange vermehrt falsches Hartgeld in den Umlauf. "Da wird vor allem über große Massen viel Geld gemacht."

Die Kriminalämter mehrerer Länder warnen bereits seit mehreren Jahren, dass Geldfälscher zunehmend Münzen fälschen. In Sachsen etwa war der erkannte Schaden durch gefälschte Münzen im ersten Halbjahr 2015 größer als der durch gefälschte Scheine.

Der bayerische Finanzminister verspricht sich von der neuen Technologie auch vermehrt Aufträge aus dem Ausland für das Hauptmünzamt in München. Interesse sei etwa aus Israel bekundet worden.

ade/dpa



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