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Bauprojekte: Hier hat sich die Bundesregierung verrechnet

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Teure Bauprojekte Regierung verschätzt sich um eine Milliarde Euro

Die Planer der Bundesregierung haben sich bei einem Großteil ihrer Bauprojekte verkalkuliert - nur 14 von 40 Vorhaben bewegen sich im Kostenrahmen. Das geht aus einem internen Bericht hervor, der dem SPIEGEL vorliegt.

Berlin - Rund eine Milliarde Euro mehr als geplant kosten die 40 größten Bauprojekte der Bundesregierung. Das geht aus einem internen Bericht von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Lediglich 14 der 40 Projekte bewegen sich noch im Kostenrahmen.

Beim Robert Koch-Institut stiegen die Kosten für den ersten Bauabschnitt von etwa 100 auf 170 Millionen Euro. Als Ursache nennt das Ministerium unter anderem die "Komplexität des Projekts". Ein Hochsicherheitstrakt zur Erforschung von Tierseuchen und Viren, das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems, kostet der Liste zufolge sogar 190 Millionen Euro mehr als geplant, der Bundestag musste bereits siebenmal neue Mittel bewilligen.

"Weitere Kostenrisiken" aus dem Papier des Bauministeriums gibt es derzeit vor allem bei Sanierungen:

  • Die Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden kostet mittlerweile 442 Millionen Euro,
  • das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe,
  • das Bundesbildungsministerium in Bonn,
  • die deutsche Botschaft in Washington
  • und das Deutsche Archäologische Institut in Rom verursachen ebenfalls erhebliche Mehrkosten.

In einem Schreiben an den Bauausschuss des Bundestags räumt Ministerin Hendricks Probleme in der Bauverwaltung ein: "Bei einzelnen Bauverwaltungen tragen strukturelle Defizite und ein zu weit gehender Personalabbau inzwischen zu einer teilweise unzureichenden Aufgabenwahrnehmung bei."

Die grüne Bundestagsabgeordnete Lisa Paus kritisiert die Unterfinanzierung der Bauverwaltung: "Es nützt am Ende nichts, wenn die öffentliche Hand Personalstellen einspart, aber wegen schlechter Planung und Kontrolle bei Bauprojekten regelmäßig Millionen und Milliarden an Steuergeldern verschwendet."

Die ganze Geschichte lesen Sie hier im neuen SPIEGEL.

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