"Global Wealth"-Report Deutsche Vermögen wachsen langsamer

Das private Finanzvermögen in Deutschland nimmt laut der Wohlstandsstudie einer Beratungsfirma langsamer zu. Das konservative Anlageverhalten deutscher Sparer soll schuld sein.
Die Edel-Shoppingmeile Maximilianstraße in München (Archivbild)

Die Edel-Shoppingmeile Maximilianstraße in München (Archivbild)

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa

Die Deutschen sind nach wie vor eine Gesellschaft von Sparern. Doch während das weltweite Finanzvermögen um 5,3 Prozent stieg, wuchs es in Deutschland mit 3,7 Prozent weniger stark als 2016, wie aus der Studie "Global Wealth 2017" der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht.

"Die Studie zeigt, dass mehr als 40 Prozent ihres Finanzvermögens Spareinlagen und Bargeld sind. Nur eine Minderheit legt ihr Geld etwa in Aktien an", sagt Daniel Kessler, Finanzmanagementexperte bei BCG - offenbar ein nicht nur bei jungen Leuten verbreitetes Phänomen. "Das sorgt zwar für größere Stabilität, führt aber auch dazu, dass sich Privatvermögen in Deutschland langsamer entwickeln", sagt Kessler.

Das Gesamtvermögen der Deutschen 2016 belief sich demnach auf 6,3 Billionen Dollar, während es weltweit 166,5 Billionen Dollar gewesen sein sollen. Unter den wohlhabendsten Ländern kommt Deutschland der Studie zufolge dennoch auf Platz fünf - hinter den USA, China Japan und Großbritannien.

Bei der Zahl der Millionärshaushalte komme Deutschland wiederum auf Platz sechs - sie tragen laut "Global-Wealth"-Report zu einem Viertel des gesamten Privatvermögens im Land bei.

Für die Studie, die BCG seit 17 Jahren erhebt, analysiert das Beratungsunternehmen weltweit Vermögenswerte in Bargeld, Aktien, Wertpapieren und Fonds.

apr
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