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03. Januar 2018, 07:06 Uhr

Beamtenbund

Dem Staat fehlen 185.000 Mitarbeiter

Es fehlen Lehrer, Polizisten, Erzieher. Die Verwaltungen sind überlastet. Laut Beamtenbund ist der Personalmangel beim Staat groß - und dürfte sich in den nächsten Jahren noch verschärfen.

Dem Staat fehlen nach Einschätzung des Beamtenbundes dbb derzeit mehr als 185.000 Mitarbeiter. Das geht aus einer Aufstellung des dbb Beamtenbund und Tarifunion hervor. Demnach fehlen in den Kommunalverwaltungen fast 138.000 Mitarbeiter, davon allein im Erziehungsdienst 130.000.

Den Feuerwehren fehlen laut dbb 4000, den Jugendämtern 3000 Mitarbeiter. Eine Lücke von 32.000 Mitarbeitern habe sich an den Schulen aufgetan, 8000 Mitarbeiter fehlten den Landespolizeien und 500 der Bundespolizei. Im öffentlichen Gesundheitsdienst gibt es laut Beamtenbund eine Unterbesetzung von 2500, in der Justiz von 3000 und bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern von 1500 Mitarbeitern.

Die Zahlen stammen von den einzelnen Mitgliedsgewerkschaften des dbb und zeigen laut Beamtenbund offene Stellen sowie den tatsächlichen Personalmangel im Arbeitsalltag. Unter dem Dach des dbb sind 42 Mitgliedsgewerkschaften organisiert.

Unter anderem wegen der Herausforderungen durch Inklusion und Migration bräuchten vor allem Länder und Kommunen zusätzliches Personal, so der dbb. In den kommenden 15 Jahren werde sich der Personalmangel verschärfen, denn 1,5 Millionen Beschäftigte würden altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden. Ziehe man davon die zu erwartenden Neueinstellungen ab, bleibe rechnerisch eine Personallücke von mehreren Hunderttausend Beschäftigten.

asa/dpa

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