Bericht der US-Notenbank US-Wirtschaft wächst nur moderat

Die Supermacht steckt in der Schwächephase: Nach Angaben der US-Notenbank Fed hat sich das Wachstum in Amerika nur schwach entwickelt. Probleme gibt es vor allem auf dem Immobilienmarkt. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf ein neues Konjunkturprogramm.


Washington - Die US-Wirtschaft ist nach Einschätzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in den vergangenen Wochen nicht in Schwung gekommen. Die Konjunktur habe sich in den Monaten Juli und August lediglich moderat entwickelt, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Fed, dem sogenannten Beige Book.

In einigen Regionen war die Entwicklung der Notenbank zufolge durchwachsen oder hat sich sogar abgeschwächt. Die Verbraucherausgaben, von denen die US-Wirtschaft maßgeblich abhängt, seien jedoch in den meisten Gebieten gestiegen.

Zu den schwächelnden Regionen gehört New York mit einem unverändert "flauen" Wachstum, Philadelphia mit einem "insgesamt etwas schwächeren" Wachstum und Cleveland mit einem "langsamen Wachstum". Demgegenüber habe sich die Konjunktur in anderen Distrikten fortgesetzt oder sogar leicht beschleunigt. Generell weise die Entwicklung aber weiterhin in einer "moderaten Geschwindigkeit" nach oben.

Den Häusermarkt umschreibt die Notenbank wie bereits in den Berichten zuvor als unverändert schwach. Immerhin habe es im Berichtszeitraum in einigen Distrikten eine leichte Verbesserung der Lage gegeben. Zudem hätten verschiedene Regionen einen Engpass bei Facharbeitern gemeldet. Dabei sei der Druck auf die Löhne generell in allen Distrikten minimal gewesen. In einigen Regionen seien geringfügige Lohnerhöhungen für Facharbeiter festgestellt worden, hieß es weiter.

Der Fed-Bericht fand an der Börse nur wenig Beachtung. Die Aussagen fügten sich in den Reigen der jüngst veröffentlichten Konjunkturdaten ein, die ebenfalls unterschiedliche Signale geliefert hätten, sagte ein Marktteilnehmer.

Vielmehr reagierten die Anleger auf das von US-Präsident Barack Obama angekündigte neue Konjunkturprogramm. Die Hoffnung auf den Stimulus hat die Wall Street am Mittwoch beflügelt. Im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit will Obama Medienberichten zufolge die Wirtschaft mit hunderten Milliarden Dollar ankurbeln. Kern des Vorhabens, das er am Donnerstag im Kongress vorstellen wolle, seien neue Steuererleichterungen. Auch soll es um Ausgaben für Infrastruktur aus dem Bundeshaushalt gehen.

Die Aussicht auf den Geldsegen aus Washington bescherte dem Leitindex Dow Jones Chart zeigen nach drei Verlusttagen in Folge wieder ein kräftiges Plus von 2,47 Prozent auf 11.414,86 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 2,86 Prozent auf 1198,62 Punkte und auch die Nasdaq-Indizes präsentierten sich sehr freundlich. Der Composite-Index Chart zeigen gewann 3,04 Prozent auf 2548,94 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 2,59 Prozent auf 2223,75 Punkte vor. Der europäische Handel mit seiner deutlichen Erholung und der gleichzeitige Rutsch des Goldpreises sorgten ebenfalls für gute Stimmung, sagten Börsianer.

suc/Reuters/dpa



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ANDIEFUZZICH 07.09.2011
1. Blogs sind kurzlebig
Zitat von sysopDie Supermacht steckt in der Schwächephase: Nach Angaben der US-Notenbank Fed hat sich das Wachstum in Amerika nur schwach entwickelt. Probleme gibt es vor allem auf dem Immobilienmarkt. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf ein neues Konjunkturprogramm. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,785020,00.html
Es wird noch soweit kommen, dass wir Carepakete in die USA versenden werden...
Neotopia 08.09.2011
2. Egal
US Wirtschaft wächst nur moderat - und das trotz Facebook.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.