Urteil in Berlin Besitzerin muss verfallendes Haus sanieren

Seit 2010 steht das sogenannte Geisterhaus in Friedenau leer. Jetzt hat ein Gericht entschieden, dass die Besitzerin das Mietshaus wieder bewohnbar machen muss.

In Berlin gilt ein Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum
REUTERS

In Berlin gilt ein Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum


Eine Hausbesitzerin darf ihr Berliner Mietshaus angesichts der Wohnungsknappheit nicht einfach verfallen lassen. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts der Stadt hervor.

Die Frau konnte demnach nicht ausreichend darlegen, dass der Aufwand für sie unzumutbar sei, das Haus mit 16 Wohnungen wieder instand zu setzen. Das verlangt das Bezirksamt von ihr.

Geisterhaus steht seit 2010 leer

Das sogenannte Geisterhaus in Friedenau verfällt und steht seit 2010 leer. 2015 ordnete das zuständige Bezirksamt an, dass die Besitzerin das Haus auf eigene Kosten wieder herzustellen habe. Grundlage war das Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum, das seit 2014 gilt und die Wohnungsknappheit mildern soll.

Die Hausbesitzerin klagte. Das Gericht befand die Klage jedoch für unzulässig, weil die Frau nicht rechtzeitig Widerspruch erhoben habe. Außerdem gelte das Zweckentfremdungsverbot auch für Wohnraum, der schon vor Inkrafttreten des Gesetzes Mängel hatte - solange man das Haus noch mit zumutbarem Aufwand wiederherstellen könne.

brt/dpa-AFX



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.