Ausweitung auf andere Bundesländer Linke und SPD werben für bundesweiten Mietendeckel

Berlin hat die Kappung von Mieten in der Hauptstadt auf den Weg gebracht, aber dabei soll es nicht bleiben: Bald werde Berlin "landauf, landab nachgemacht", hofft der Chef der Berliner SPD-Fraktion.
Wohnhäuser im Berliner Viertel Prenzlauer Berg

Wohnhäuser im Berliner Viertel Prenzlauer Berg

Foto: Jens Kalaene/ dpa

Er ist zwar bislang auch in Berlin noch nicht in Kraft: Der beschlossene Mietendeckel könnte nach Ansicht von Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) aber bald in ganz Deutschland Nachahmer finden.

Das Problem der steigenden Mieten betreffe nicht nur Berlin, sondern habe Bedeutung weit darüber hinaus, sagte die Senatorin dem Sender RBB. Sie habe den Eindruck, dass sich auch andernorts "die Erkenntnis so langsam durchsetzt, dass hier gesellschaftliche Grundfragen verhandelt werden. Insofern haben wir auch eine große Verantwortung, das richtig zu machen."

Auf die Frage, wie viel Profit in der Wohnungswirtschaft moralisch vertretbar sei, sagte die Senatorin: "Wenn jemand was investiert, dann darf er auch was verdienen. Wir wollen nicht, dass die Stadt vor sich hin bröckelt, weil keiner mehr Geld hat zu investieren. Man muss sogar verdienen, es muss bloß alles im Rahmen bleiben."

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Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh hatte am Samstag den Mietendeckel ebenfalls als Vorbild für ganz Deutschland bezeichnet. "Es dauert nicht lange und dann wird Berlin kopiert, landauf landab macht man uns nach. Ich bin überzeugt, der Mietendeckel wird bald in allen 16 Landesparlamenten diskutiert, und das ist vernünftig", sagte Saleh beim SPD-Landesparteitag in Berlin

beb/dpa
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