Bilanz seit 1992 Im Osten verschwanden 27 Prozent der Vollzeitjobs

Trübe Zahlen: Seit Beginn der neunziger Jahre gingen in Ostdeutschland 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen verloren. Das entspricht einem Minus von 27 Prozent. Im Westen fiel rund jeder zehnte Arbeitsplatz weg.

Agentur für Arbeit: Die Arbeitslosigkeit ist im Osten deutlich höher als im Westen
ddp

Agentur für Arbeit: Die Arbeitslosigkeit ist im Osten deutlich höher als im Westen


Berlin - Der Arbeitsmarkt im Osten hat sich seit der Wiedervereinigung deutlich schlechter entwickelt als im Westen. Wie die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei berichtet, wurden zwischen 1992 und 2009 im Osten 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplätze abgebaut.

Das ist ein Rückgang um 27 Prozent, gegenüber 11 Prozent im Westen. Nach dem Überblick der Bundesregierung entstanden selbst im Aufschwung nach 2005 bis zum Krisenjahr 2009 in den neuen Ländern kaum Vollzeitarbeitsplätze. Wie die offiziellen Daten weiter zeigten, schütze im Osten auch Bildung nicht vor Arbeitslosigkeit. Vielmehr hätten in den neuen Ländern zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen eine Berufsausbildung. Im Westen treffe dies nur auf ein Drittel zu.

Im September ist die Arbeitslosigkeit deutlich stärker zurückgegangen als erwartet. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Jobsuchenden im Vergleich zum August um 157.000 auf 3,03 Millionen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland noch immer deutlich höher als im Westen der Republik.

böl/apn



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Seite 1
Kontrastprogramm 01.10.2010
1. Die Vollbeschäftigung in der EX-DDR war ja auch ein Fake
Zitat von sysopTrübe Zahlen: Seit Beginn der neunziger Jahre gingen in Ostdeutschland 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen verloren. Das entspricht einem Minus von 27 Prozent. Im Westen fiel rund jeder zehnte Arbeitsplatz weg. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,720622,00.html
Alle waren ja angeblich beschäftigt, nur wenn man während der Arbeitszeit einkaufen und organisieren gehen konnte, kann die Produktivität ja eh nicht so berauschend gewesen sein. Wer mal das Vergnügen hatte kurz nach der Wende den einen oder anderen Betrieb zu besichtigen, weiß dass die sich zu 90% in der technologisch-produktiven Steinzeit befanden. Insofern ist es ein Wunder, dass es nur 27% sind.
herr-vorragend 01.10.2010
2. .
Zitat von KontrastprogrammAlle waren ja angeblich beschäftigt, nur wenn man während der Arbeitszeit einkaufen und organisieren gehen konnte, kann die Produktivität ja eh nicht so berauschend gewesen sein. Wer mal das Vergnügen hatte kurz nach der Wende den einen oder anderen Betrieb zu besichtigen, weiß dass die sich zu 90% in der technologisch-produktiven Steinzeit befanden. Insofern ist es ein Wunder, dass es nur 27% sind.
Ein selten dämliches posting. Was soll davon denn die Aussage sein? Der Osten ist/war unproduktiv und faul? Viele unserer westdeutschen Besserwisser und Bessermacher vergessen aber, dass Produktivität nicht allein durch Technologie sondern auch durch Bildung erreicht wird. Insofern ist es eben doch verwunderlich, dass es 27% sind. Denn der Artikel spricht von einer Entwicklung seit 1992 bis heute.
Kontrastprogramm 01.10.2010
3. :---)))
Zitat von herr-vorragendEin selten dämliches posting. Was soll davon denn die Aussage sein? Der Osten ist/war unproduktiv und faul? Viele unserer westdeutschen Besserwisser und Bessermacher vergessen aber, dass Produktivität nicht allein durch Technologie sondern auch durch Bildung erreicht wird. Insofern ist es eben doch verwunderlich, dass es 27% sind. Denn der Artikel spricht von einer Entwicklung seit 1992 bis heute.
Sie werden wohl nur im Osten Leute finden, die Ihre verklärte DDR-Romantik teilen. Das Ergebnis der tollen Leistungsfähigkeit der Ex-DDR ist doch bekannt.
Sapere aude 01.10.2010
4. Hmm
Fakt ist: der dem DDR- Sozialismus überlegene Kapitalismus hat es in 20 Jahren nicht geschafft den Ostdeutschen eine Perspektive zu geben der sie in der Heimat hält. Er mauert sie nur nicht ein. Viel besser ist das aber auch nicht.
herr-vorragend 01.10.2010
5. .
Zitat von KontrastprogrammSie werden wohl nur im Osten Leute finden, die Ihre verklärte DDR-Romantik teilen. Das Ergebnis der tollen Leistungsfähigkeit der Ex-DDR ist doch bekannt.
Die wenigsten Westdeutschen werden jemals Ostbetriebe von innen gesehen haben - schön ist aber wie viele nun wissen was in diesen Betrieben wie ablief und vor allem was falsch lief. Und ich behaupte, Sie sind so ein "Auskenner". Allein die Frechheiten Ihres ersten posting und die Nichtbeantwortung meiner Frage zeigt wie ahnungslos Sie sind. Soll ich in Ihrem letzten Satz "Ex-DDR" durch "neue Bundesländer" ersetzen? Wenn ja: Was soll der Satz dann bedeuten?
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