Klimaschutz US-Regierung will Deutschland altes Speiseöl liefern

Als Basis für Biodiesel kann Altspeiseöl einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bislang bezog Deutschland das Öl vor allem aus Asien. Nun bieten die USA Hilfe an.
Biodiesel-Probe

Biodiesel-Probe

Foto: Henning Kaiser/ DPA

Die US-Regierung will Deutschland beim Klimaschutz unterstützen. Dazu bietet sie an, Altspeiseöl zu liefern, das als Biodiesel weiterverarbeitet dem Kraftstoff zugemischt werden kann. Nach SPIEGEL-Informationen lädt die US-Botschaft deshalb zu einer Veranstaltung am 6. Mai in ihre Räume in Berlin ein.

"US-Speiseöl - ein Beitrag für die Erreichung der deutschen Klimaziele im Transport", so lautet der Titel der Veranstaltung, auf der hochrangige US-Beamte und Interessenvertreter von Biokraftstoff-Verbänden aus den USA auftreten. Auch der Energiestaatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium wurde von den Amerikanern als Redner angefragt.

Das Treffen richtet sich vor allem an Fachbeamte aus Ministerien wie Landwirtschaft und Umwelt. Die US-Botschaft schreibt, schon heute leisteten abfallbasierte Biokraftstoffe aus alten Speiseölen einen wichtigen Beitrag zur Treibhausgaseinsparung. "Dieser Beitrag könnte durch die Verarbeitung von zusätzlichen Mengen gebrauchter Speiseöle aus den USA weiter erhöht werden."

Bislang stammt altes Küchenöl für Biodiesel vor allem aus Asien. Mehr als 210 Millionen Liter werden dort aus Garküchen und Restaurants gesammelt und nach Deutschland geschifft. Die Nutzung von Altspeiseöl, das Diesel zu sieben Prozent beigemischt werden darf, kann sich Deutschland als Klimaschutzbeitrag anrechnen lassen.

gt
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