Teure Finanzkrise Globale Schulden wachsen auf 100 Billionen Dollar

An den Finanzmärkten kursiert eine gigantische Schuldenlast. Nach Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind weltweit Anleihen im Volumen von gut 100 Billionen Dollar im Umlauf - 43 Prozent mehr als beim Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008.
Bankentürme in Hongkong: Schulden explodieren weltweit

Bankentürme in Hongkong: Schulden explodieren weltweit

Foto: China Photos/ Getty Images

Basel - Die Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat schlimme Folgen. Die globalen Schulden sind bis Mitte 2013 auf rund 100 Billionen Dollar gestiegen, berichtet die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht .

Die Schulden sind damit bedenklich gestiegen. Mitte 2007 hatte der Schuldenberg laut BIZ-Schätzungen noch ein Volumen von etwa 70 Billionen Dollar erreicht. Das entspricht einem Anstieg von fast 43 Prozent. Im September 2008 war die US-Bank Lehman-Brothers zusammengebrochen, was als Initialzündung für eine jahrelange globale Finanz- und Wirtschaftskrise gilt.

Die BIZ ist die Dachorganisation der nationalen Notenbanken. Sie schätzt den Schuldenstand anhand aller im Umlauf befindlichen Schuldtitel. Nach der Finanzkrise hätten Staaten und Unternehmen in großem Umfang Anleihen ausgegeben, erklärten die BIZ-Experten den starken Anstieg seit 2007.

Staatsanleihen werden vorwiegend am inländischen Markt aufgelegt, wo der Betrag an ausstehenden Titeln im Juni 2013 auf 43 Billionen Dollar anstieg und damit rund 80 Prozent höher war als noch Mitte 2007.

Das Volumen der Schuldtitel von Unternehmen, die nicht aus der Finanzbranche stammen, stieg im selben Zeitraum auf mehr als zehn Billionen Dollar. Auch diese Anleihen werden vor allem an nationalen Märkten ausgegeben.

Das Volumen der von Finanzinstituten platzierten Schuldtitel stieg seit Mitte 2007 um rund 19 Prozent. Es lag Mitte 2013 bei gut 20 Billionen Dollar. Anleihen im Finanzsektor werden vor allem international platziert.

ssu/dpa