Boomjahr 2010 Bundesagentur vermittelte eine Million Arbeitslose

2010 war ein gutes Jahr für Jobvermittler: Internen Berechnungen zufolge hat die Bundesagentur für gut eine Million Hartz-IV-Empfänger einen Job oder eine Ausbildung gefunden. Das sei der höchste Wert seit Einführung der Reformen.

Arbeitslose in Dresden: Gutes Jahr für Jobvermittler
ddp

Arbeitslose in Dresden: Gutes Jahr für Jobvermittler


Berlin - 2010 hat erhebliche Fortschritte bei der Vermittlung von Hartz-IV-Empfängern gebracht. Die Bundesagentur hat insgesamt rund eine Million Leistungsbezieher in Ausbildung und Arbeit vermittelt. Das teilte die Behörde SPIEGEL ONLINE mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Es handle sich um die höchste Quote seit Einführung der Hartz-Reformen 2005.

Die Zahl stamme aus internen Berechnungen, die in den Zwei-Jahresbericht der Behörde einfließen, teilte eine Sprecherin mit. Berechnet wurde sie bereits im Februar, allerdings ohne veröffentlicht zu werden.

Laut Bundesagentur hat im vergangenen Jahr jeder fünfte arbeitsfähige Empfänger von Arbeitslosengeld II eine neue, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Jeder zweite Vermittelte habe den neuen Job länger als sechs Monate behalten.

Die Zahl der Dauerarbeitslosen sei seit 2006 um 466.000 oder 37 Prozent auf 784.000 gesenkt worden, wobei die Zahlen der zugelassenen kommunalen Träger nicht berücksichtigt seien. Die Jugendarbeitslosigkeit sei im selben Zeitraum um 124.000 oder 41 Prozent auf 178.000 gesunken.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 40 Beiträge
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frubi 29.03.2011
1. .
Zitat von sysop2010 war ein gutes Jahr für Jobvermittler: Internen Berechnungen zufolge hat die Bundesagentur für gut eine Million Hartz-IV-Empfänger einen Job oder eine Ausbildung gefunden. Das sei der höchste Wert sei Einführung der Reformen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,753735,00.html
Und wie nachhaltig sind diese vermittelten Jobs? Wieviele von diesen 1.000.000 AN sind noch in den vermittelten Arbeitsverhältnissen? Die Zahlen werden schnell mal rausgehauen aber welche Substanz steckt dahinter?
atipic, 29.03.2011
2. Internen Berechnungen zufolge…
….heißt solange nicht dass die eine Million Arbeitslosen aufgrund von Jobsangebote stammend von der Bundesagentur einen Job oder Ausbildung gefunden haben. Vielleicht waren es INSGESAMT eine Mio. Leute die 2010 Arbeit gefunden haben, aber auch aufgrund selber Anstrengungen. Diese Zahlen sollte man mit Vorsicht genießen, wenn es um geht.
rhalpha 29.03.2011
3. Den Zahlen nicht trauen
Es ist schön für die Betroffenen, wenn sie wirklich wieder einen Job haben. Den Zahlen traue ich aber nicht, aus eigener Erfahrung. als ich vor Jahren trotz der ARGE und vor allem OHNE deren Zutun wieder einen Job fand, habe ich mich ordnungsgemäss abgemeldet. Die ARGE schickte darauf einen Brief, in dem ich den neuen AG angeben sollte. Ich habe denen nur mitgeteilt, da ich den Job ohne sie gefunden habe, ging sie das nichts an! Mit Sicherheit wollten sie das zu ihrer "Erfolgsbilanz" hinzufügen. (Vermutlich haben sie es trotzdem getan)
lovestern1984 29.03.2011
4. .
Die Frage ist auch mit welchem Lohn wurden diese Leute abgespeist. Oftmals doch auch mit Billig-Jobs wo die Bundesagentur weiterhin zuschießen muss. Und ich glaub auch, das bei Weitem nicht mal mehr die Hälfte in diesem Beschäftigungsverhältnis verharrt. Oder wo kommen diese tausende von Jobs auf einmal her? Wurden die aus dem Boden gestampft?
Bayerr, 29.03.2011
5. Nur seltsam,
dass dem 'Boom' bei den Jobs kein 'Boom' bei den Einnahmen der Sozialversicherungsträger gegenübersteht. Man kann sich also ausrechnen, um welche Art von Jobs es sich handelt.
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