Vorbereitung auf EU-Austritt "Get ready for Brexit"-Kampagne startet

Mit einer Werbekampagne will die britische Regierung die Menschen auf den Brexit vorbereiten. Angesichts des hohen Budgets soll offenbar sichergestellt werden, dass auch jeder Brite erreicht wird.
"Get ready for Brexit" soll die Menschen in Großbritannien auf den EU-Austritt vorbereiten

"Get ready for Brexit" soll die Menschen in Großbritannien auf den EU-Austritt vorbereiten

Foto: Daniel Sorabji/AFP

Die britische Regierung hat eine Kampagne gestartet, um die Bewohner auf den Austritt aus der Europäischen Union vorzubereiten. Die Kampagne mit dem Titel "Get ready for Brexit" soll bereits in den kommenden Tagen in sozialen Netzwerken und auf Plakaten zu sehen sein, berichtet der britische Fernsehsender BBC.  Werbespots im linearen Fernsehen sollen demnach im Laufe des Septembers folgen.

Der konservative Politiker Michael Gove, der wie Premierminister Boris Johnson für einen harten Brexit-Kurs steht, sagte dem Sender, dass die Werbung zu einer "gemeinsamen Verantwortung" für die Vorbereitungen auf den EU-Austritt am 31. Oktober ermutigen sollen.

Wie mehrere britische Medien berichten, soll die Kampagne rund 100 Millionen Pfund kosten, umgerechnet rund 110 Millionen Euro. Das sei das Doppelte von dem, was die britische Lotto-Organisation "The National Lottery" in einem Jahr für ihre Werbung ausgebe, sagte der britische Politik-Blogger Benedict Pringle der BBC.

Befragung auf Regierungswebsite

Dabei ist die Kampagne der britischen Regierung nicht wie die der Lotterie auf ein ganzes Jahr ausgelegt, sondern lediglich auf zwei Monate. Dementsprechend groß dürfte die Kampagne in Großbritannien bis zum tatsächlichen Austritt werden.

Die Kampagne zielt auf die Website gov.uk/brexit , auf der Nutzer seit vergangenen Sonntag verschiedene Fragen zu Nationalität, Berufsstand und Reiseplänen beantworten können. Am Ende der Befragung bekommt der Nutzer eine Auflistung von Dingen, die "so schnell wie möglich" erledigt werden sollten.

Briten, die in Großbritannien leben und arbeiten sowie nicht selbstständig seien und zudem nicht planen, Großbritannien nach dem 31. Oktober für eine Reise zu verlassen, müssten dagegen keine Vorkehrungen auf den EU-Austritt unternehmen.

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Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken sind unterschiedlich. Einige Twitter-Nutzer begrüßten die Kampagne der Regierung, es gab aber auch hämische Kommentare. Unter einem Screenshot der Frage, ob geplant sei, nach dem 31. Oktober 2019 zu reisen, twitterte ein Nutzer: "Nein, ich würde gerne für den Rest meines Lebens im Dunkeln zu Hause bleiben und Staub essen."

hba
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