Handel mit Amerika Briten sichern EU Vertragstreue zu

Schließen die Briten noch vor dem Brexit neue Handelsverträge - zum Beispiel mit den USA? In der Bundesregierung besteht genau diese Sorge. Finanzminister Hammond versucht zu beschwichtigen.

Britischer Finanzminister Philip Hammond
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Britischer Finanzminister Philip Hammond


Großbritannien hat versichert, in Handelsfragen trotz des geplanten Brexit seine Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union zu wahren. "Natürlich wollen wir die Handelsbeziehungen mit unseren vielen Handelspartnern weltweit stärken", sagte Finanzminister Philip Hammond vor Beginn eines Treffens der EU-Finanzminister in Brüssel. "Aber wir sind uns unserer vertraglichen Verpflichtungen sehr bewusst und werden sie präzise befolgen."

Die britische Premierministerin Theresa May reist am Freitag in die USA, wo sie beim neuen Präsidenten Donald Trump für ein Freihandelsabkommen werben will. In der Bundesregierung wurden zuletzt Warnungen laut, einen solchen Vertrag schon vor dem Brexit anzuwenden. "In Kraft treten kann das erst nach Verlassen der EU", sagte ein ranghoher Vertreter des Bundesfinanzministeriums am Dienstag. Dies sei auch ein "Punkt, in dem sich zeigen muss, dass die EU zusammensteht".

Großbritannien bleibe ein "voll engagiertes Mitglied der Europäischen Union", sagte Finanzminister Hammond weiter. "Wir werden die Regeln, Regulierungen und Gesetze befolgen, solange wir Mitglied sind."

dab/Reuters



insgesamt 43 Beiträge
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Ottokar 27.01.2017
1. Bundesregierung in Sorge
Nach der Brexitabstimmug ging es der EU "Machthabern" nicht schnell genug das die Briten austreten. Nun machen die Briten Nägel mit Köpfen und die Bundesregierung ist in Sorge.
Bahnix 27.01.2017
2. Es wäre vielleicht besser,
Die EU würde GB Vertragstreue zusichern. Hier scheint mir mehr Bedarf zu bestehen.
De facto 27.01.2017
3. Könnte gut sein
Deutsche Unternehmen könnten GB als Standort benutzen für den Amerikanischen Markt falls May mit Trump einen Deal sichern kann - TTIP ist sowieso tot.
Akonda 27.01.2017
4. Großbritannien bleibe ein
Haha - dann mal weg mit Schaden. Wer braucht die Briten - vielmehr: die Briten brauchen wen?
Atheist_Crusader 27.01.2017
5.
Zitat von OttokarNach der Brexitabstimmug ging es der EU "Machthabern" nicht schnell genug das die Briten austreten. Nun machen die Briten Nägel mit Köpfen und die Bundesregierung ist in Sorge.
Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Es geht doch gar nicht um die Geschwindigkeit des Austritts. Es geht darum, dass bestimmte Arten von Verträgen erst dann wirksam werden dürfen wenn sie ausgetreten sind. Sie können sie jetzt schon verhandeln - sie können nur nicht vor dem Austritt in Kraft treten. Und nebenbei: der Austritt ist immer noch nicht geschehen. Artikel 50 wurde noch nicht ausgelöst und bevor er das kann, muss jetzt erstmal das Parlament abstimmen. Bisher ist also noch gar nichts passiert.
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