Brexit-Folge Einwanderung nach Großbritannien bricht ein

Zehntausende EU-Bürger haben Großbritannien nach dem Brexit-Votum bereits den Rücken gekehrt, zugleich sinkt auch die Zahl der Neuankömmlinge auf der Insel.
Passanten in London (Archiv)

Passanten in London (Archiv)

Foto: © Luke MacGregor / Reuters/ REUTERS

Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland nach Großbritannien ist deutlich zurückgegangen. In den zwölf Monaten seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 fiel die Nettozuwanderung in das Vereinigte Königreich um 106.000 auf 230.000, teilte das nationale britische Statistikamt mit. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 30 Prozent. Die Nettozuwanderung ergibt sich aus der Zahl der Zuzüge aus dem Ausland abzüglich der Wegzüge aus Großbritannien.

Laut offiziellen Angaben entfiel ein großer Teil des Rückgangs auf EU-Bürger, die seit Juni 2016 Großbritannien verlassen haben. Ihre zahl wird mit 82.000 angegeben. Gleichzeitig ging auch die Zahl der Neuankömmlinge zurück.

"Diese Veränderungen lassen vermuten, dass der Brexit wahrscheinlich ein Faktor bei der Entscheidung der Menschen ist, nach Großbritannien zu kommen oder zu gehen", sagte Nicola White vom britischen Statistikamt.

Verfechter eines britischen Ausscheidens aus der Europäischen Union hatten vor der Abstimmung Ressentiments gegen Einwanderer aus der EU geschürt. Auch Premierministerin May hat angekündigt, die Nettozuwanderung zu senken, auf einige Zehntausend pro Jahr.

beb/Reuters
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