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12. September 2017, 11:34 Uhr

Schwaches Pfund

Brexit treibt britische Inflation auf höchsten Wert seit fünf Jahren

Der Brexit wirkt sich schon jetzt auf die britische Wirtschaft aus. Die Inflation sprang im August auf fast drei Prozent.

Die wirtschaftlichen Folgen der Brexit-Entscheidung heizen die Inflation in Großbritannien immer stärker an. Im August lagen die Verbraucherpreise 2,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt ONS mitteilte. Die Teuerungsrate war damit so hoch wie zuletzt im April 2012.

Bereits im Juli war die Inflationsrate auf 2,6 Prozent gestiegen - Experten hatten für August einen Anstieg um 2,8 Prozent erwartet. Die Schätzungen wurden also leicht übertroffen. Damit entfernt sich der Wert weiter vom Ziel der Notenbank, die eine Jahresteuerung von zwei Prozent anstrebt.

Getrieben werden die Preise vor allem durch das schwächere Pfund. Seit dem Referendum zum EU-Austritt vom Juni 2016 hat die britische Währung vor allem im Vergleich zum Euro deutlich an Wert verloren. Das macht Importgüter wie etwa Kleidung oder Schuhe teurer - und erhöht so die Lebenshaltungskosten. Das wiederum führt dazu, dass sich die Verbraucher mit Käufen zurückhalten. Im ersten Halbjahr 2017 wuchs die Wirtschaft so schwach wie seit 2012 nicht mehr.

Nun schauen Experten gespannt darauf, wie die Bank of England reagiert. Die Notenbank hatte den Leitzins im August 2016 nach dem Brexit-Schock auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Am kommenden Donnerstag muss sie erneut über den Zins entscheiden.

stk/Reuters/dpa

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