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11. Februar 2019, 11:53 Uhr

Vor dem Brexit

Ungewissheit bremst britisches Wachstum

Was kommt nach dem Brexit? Weil das noch immer unklar ist, halten sich Unternehmer in Großbritannien mit Investitionen zurück. Das Wachstum ließ zum Jahresende hin deutlich nach.

Die britische Konjunktur hat sich im letzten Quartal 2018 deutlich abgekühlt. Nach Angaben des Statistikamtes ONS stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent. Im dritten Quartal hatte der BIP-Zuwachs mit 0,6 Prozent noch deutlich höher gelegen, im zweiten Vierteljahr waren es 0,4 Prozent gewesen.

Belastet wurde das Wachstum abermals durch rückläufige Investitionen der Unternehmen. Fachleute führen die Entwicklung vor allem auf die hohe Ungewissheit vor dem Ende März anstehenden Brexit zurück. Nach wie vor schwebt die Gefahr eines ungeordneten EU-Austritts über dem Land. Der Außenhandel belastete das Gesamtwachstum ebenfalls, während die Konsumausgaben die Konjunktur stützten.

Auch die britische Industrie erhielt im Dezember einen weiteren Dämpfer. Im Monatsvergleich sank die Produktion um 0,5 Prozent, teilte ONS mit. Damit ist die britische Industrieproduktion bereits den fünften Monat in Folge gefallen. Allerdings revidierte die Behörde den Rückgang im November leicht: Er betrug demnach nur 0,3 Prozent, nach zuvor minus 0,4 Prozent.

Im enger gefassten verarbeitenden Gewerbe - der Abgrenzung nach vergleichbar mit der deutschen Industrie - fiel die Produktion im Dezember im Monatsvergleich um 0,7 Prozent und im Jahresvergleich um 2,1 Prozent.

dab/dpa

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