Nach Überschwemmungen Britische Regierung sagt Unternehmen Unterstützung zu

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Großbritannien hat die Regierung in London Hilfe für betroffene Firmen angekündigt. Premierminister Cameron versprach kleinen und mittleren Unternehmen "so schnell wie möglich" Geld aus einem Notfallfonds.
Überschwemmungen in Südengland: Unterstützung für Firmen aus Notfallfonds

Überschwemmungen in Südengland: Unterstützung für Firmen aus Notfallfonds

Foto: GEOFF CADDICK/ AFP

London - Regenstürme sind am Wochenende mit orkanartigen Böen über den Südwesten Englands hinweggefegt, lösten Überschwemmungen aus und kappten die Stromzufuhr. Mit den Folgen, beispielsweise den verheerenden Überschwemmungen, müssen Zehntausende Bürger und viele Unternehmen kämpften. Die Regierung in London hat jetzt Hilfe für betroffene Firmen angekündigt.

Premierminister David Cameron versprach am Montag, kleine und mittlere Unternehmen könnten Gelder aus einem Notfallfonds erhalten, um ihren Betrieb auch während der Reinigungsarbeiten aufrecht zu erhalten. Die Gesamtsumme des Fonds beträgt umgerechnet gut zwölf Millionen Euro. Wirtschaftsminister Vince Cable sagte, es sei entscheidend, dass betroffene kleine Firmen so schnell wie möglich Unterstützung erhielten.

Nach zwei schweren Stürmen in den vergangenen Tagen beruhigte sich das Wetter in den Überschwemmungsgebieten am Sonntag, und es blieb trocken. Bereits am Montag wird aber neuer Regen erwartet, wenn auch in geringerer Menge als zuvor. Nach Einschätzung der Umweltbehörde dürften die Flusspegel weitestgehend stabil bleiben, in einigen überschwemmten Gegenden könnte das Wasser aber noch weiter ansteigen. Die Hochwasserwarnungen im Südwesten des Landes und an der Themse galten weiter.

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Unwetter in Großbritannien: Land unter an der Themse

Foto: Gerry Penny/ dpa

Verteidigungsminister Philip Hammond kündigte eine schnelle Überprüfung der Hochwasserabwehr des Landes an. Diese solle am 24. Februar beginnen und bereits nach fünf Wochen abgeschlossen sein. Man habe es mit extremen Wetterbedingungen zu tun, daher habe es eine Weile gedauert, bis alle Ressourcen mobilisiert gewesen seien, sagte er am Sonntag im Rundfunksender BBC über den Einsatz der Truppen. Zugleich räumte er ein, dass die Regierung die Streitkräfte bereits früher hätte aktivieren können.

Viele Betroffene werfen der Regierung vor, zu spät auf die Fluten reagiert zu haben. Großbritannien erlebt derzeit den nassesten Winter seit 250 Jahren. 3000 Soldaten unterstützen die Bevölkerung und Helfer in den Überschwemmungsgebieten.

nck/AFP
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