Nach Verschiebung von Brexit-Abstimmung Britisches Pfund fällt auf 20-Monats-Tief

In letzter Minute die wichtige Abstimmung über den Brexit doch noch zu verschieben - das ist kein gutes Signal an die Märkte: Der Kurs des britischen Pfund sackte ab, auch der Euro geriet unter Druck.

Banknoten des britischen Pfund (Symbolbild)
REUTERS

Banknoten des britischen Pfund (Symbolbild)


Das britische Pfund hat zum Dollar und zum Euro 1,5 Prozent an Wert verloren. Grund ist die Ankündigung von Premierministerin Theresa May, das britische Unterhaus am kommenden Dienstag noch nicht über den Brexit-Vertrag abstimmen zu lassen.

Kurzzeitig fiel das Pfund zum Dollar auf den tiefsten Stand seit April 2017, ein Pfund kostete demnach 1,2515 Dollar.

Auch der Euro geriet gemeinsam mit dem britischen Pfund unter Druck: Die Gemeinschaftswährung fiel nach der Ankündigung Mays bis auf 1,1362 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1425 (Freitag: 1,1371) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8753 (0,8794) Euro.

Bankökonomen kommentierten, die Verschiebung der Parlamentsabstimmung erzeuge Unsicherheit und verschrecke die Anleger. Premierministerin May will nun nach Brüssel reisen und mit der EU über die Austrittsbedingungen Großbritanniens aus der EU nachverhandeln. Für den aktuellen Deal hätte sie im Parlament aller Voraussicht nach keine Mehrheit erhalten.

kko/dpa/AP



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