Ersatz für Hartz IV Alleinstehende sollen monatlich 502 Euro Bürgergeld bekommen

Ab Januar werden die bisherigen Hartz-IV-Leistungen um mehr als 50 Euro erhöht. Den genauen Betrag hat das Bundessozialministerium jetzt bestätigt. Auch die Sätze für volljährige Partner und Kinder wurden bekannt.
Das Bürgergeld ist Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung

Das Bürgergeld ist Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung

Foto: IMAGO/Felix Schlikis / IMAGO/Lobeca

Der Regelsatz für das künftige Bürgergeld soll nach Plänen des Bundessozialministeriums für alleinstehende Erwachsene 502 Euro im Monat betragen. Damit soll der bisherige Hartz-IV-Satz ab 1. Januar 2023 um mehr als 50 Euro erhöht werden, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) auf Grundlage eines Entwurfs des Ministeriums.

Eine Ministeriumssprecherin bestätigte die geplanten Beträge am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Sie verwies zugleich auf die noch laufende Ressortabstimmung innerhalb der rot-grün-gelben Bundesregierung.

Für volljährige Partner soll es einen Regelsatz von 451 Euro im Monat geben. Für Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahren sind 420 Euro vorgesehen. Für 6- bis 13-Jährige sollen es 348 Euro, für bis zu 5-Jährige 318 Euro sein.

Das neue Bürgergeld soll das derzeitige Hartz IV zum 1. Januar 2023 ablösen. Bei der Berechnung sollen die Regelsätze – wie vom Koalitionsausschuss beschlossen – auch an die Inflation angepasst werden.

Im ersten Schritt werden die Regelsätze mithilfe eines Mischindizes bestimmt, der zu 30 Prozent die Entwicklung bei den Löhnen und zu 70 Prozent die Preisentwicklung berücksichtigt. Dabei wird auf die Daten aus dem zweiten Quartal des Vorvorjahres und aus dem ersten Quartal des Vorjahres geblickt.

Würde man die Erhöhung allein nach diesem Mechanismus berechnen, dann würde der Regelsatz für alleinstehende Erwachsene von 449 Euro nur auf 469 Euro erhöht. Aber in einem zweiten Schritt wird nun auch ein Zuschlag für die zu erwartende künftige Inflation einbezogen. Dies geschieht auf Grundlage einer Prognose mithilfe der aktuellsten verfügbaren statistischen Daten. Dadurch kommt die stärkere Erhöhung des Regelsatzes für alleinstehende Erwachsene auf 502 Euro zustande.

ktz/dpa/Reuters
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