Trotz Computerpanne Behörde verspricht pünktliche Zahlung von Arbeitslosengeld

Bei der Bundesagentur für Arbeit ging am Montag nichts mehr. Eine IT-Panne hatte die Behörde lahmgelegt. Doch wer auf Arbeitslosengeld wartet, soll es trotz der Störung pünktlich bekommen.

Wartende in einem Jobcenter in Leipzig: Computerpanne in Behörde
DPA

Wartende in einem Jobcenter in Leipzig: Computerpanne in Behörde


Mitarbeiter konnten keine Mails mehr abrufen, Berater keine Stellenangebote mehr aufrufen: Eine Computerpanne hatte am Montag das IT-Netz der Bundesagentur für Arbeit lahmgelegt. Inzwischen läuft die Software wieder und die Behörde versichert, dass Empfänger von Arbeitslosengeld mit pünktlichen Zahlungen der Bundesagentur rechnen können.

Es sei gelungen, die fälligen Gelder noch am Montag bei der Deutschen Bundesbank anzuweisen, sagte eine Sprecherin. "Das Geld sollte also an diesem Dienstag auf dem Konto der Empfänger sein."

Verzögerungen könne es allenfalls bei Postscheck-Empfängern geben. Dies hat nach Angaben der Arbeitsagentur aber nichts mit der IT-Panne zu tun, sondern mit einem Streik bei der Postbank. Ein Sprecher der Bank betonte aber, bei der Auszahlung von Zahlungsanweisungen gebe es keine Verzögerungen. Derzeit werde nur ein kleiner Teil der 1100 Postbankstellen bestreikt.

Laut der Sprecherin der Bundesagentur sind von möglichen Verzögerungen nur Empfänger betroffen, denen das Arbeitslosengeld zur Monatsmitte überwiesen werde. "In der Regel erhalten Hartz-IV-Empfänger das Geld aber am Ende des Monats, Arbeitslosengeld-I-Empfänger zum Monatsbeginn", sagte sie.

Technische Probleme hatten das IT-Netz der Bundesagentur lahmgelegt. In allen Arbeitsagenturen und Jobcentern war kein Zugriff auf Software und Datenbanken möglich.

mim/dpa



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Partieller Augentinnitus 21.04.2015
1.
"Verzögerungen könne es allenfalls bei Postscheck-Empfängern geben. Dies hat nach Angaben der Arbeitsagentur aber nichts mit der IT-Panne, sondern mit einem Streik bei der Postbank zu tun." Bei uns fallen auch immer die Ampeln aus, wenn die städtischen Bediensteten streiken. Die Umbenennung scheint die Arbeitsbehörde nicht wirklich kompetenter gemacht zu haben. Auch bei der Postbank laufen die automatisierten Überweisungsprozesse weiter, ohne dass ein Mitarbeiter für jeden Zahlungseingang einen Eingangsstempel auf ein Formular drückt. Hauptsache, beim Arbeitsamt bleiben die Arbeitsplätze weiterhin mehrfach redundant.
tomsmile 21.04.2015
2. interessant...
denn heute ging die edv immer noch nicht...
daslästermaul 21.04.2015
3. Peinliche Vorstellung
jedes in der Privatwirtschaft so aufgestellte und arbeitende Unternehmen wäre vermutlich längst insolvent. Es ist schon ein fast bösartiger Zynismus wenn man glaubt, die dort wahrgenommenen Stellen-suchenden als "Kunden" bezeichnen zu können. Der Behördenleitung sei an dieser Stelle einmal dringend ans' Herz gelegt sich mit Kategorien wie Aufbau- und Ablauforganisation, Effizenz ihres Ressourceneinsatzes, Arbeitsproduktivität ihrer zahlreichen (überflüssigen, unproduktiven und unmotivierten) Mitarbeiter, Kundenzufriedenheit und Wahrnehmung ihrer Behörde in der Öffentlichkeit und am Arbeitsmarkt ernsthaft auseinander zu setzen. Und wenn man dann endlich qualifizierte IT Spezialisten einstellt und die Faustkeile abschafft, funktioniert wahrschenlich nicht nur die IT, sondern es kommt im Idealfall auch mal zu einer erfolgreichen Jobvermittlung.
AusVersehen 21.04.2015
4. Schöne Welt
Schöne vernetzte, digitale Welt. Wenn schon Pannen die Geldversorgung von Millionen in ganz Deutschland gefährden kann, dann sollten wir uns mal darüber gedanken machen was Viren und Hacker in so einer Welt wirklich anrichten können. Das heißt also, wenn Kim Jong Dicks Cyberkrieger Deutschland ins Visier nehmen, dass hier das große Hungern anfängt. Aber warum sollte uns das stören? Unsere Arbeitslosen haben kaum Geld um dem Konsumgott zu huldigen. Vielleicht wäre so eine flächendeckende Hungersnot in der Unterschicht ja die ultimative Lösung für Deutschlands Probleme. Die Agenda 2010 war ja ein netter Ansatz, aber so richtig dahingerafft hat sie die Unterschicht noch nicht. Für jeden der sich nun aufregt, nach dem Motto "wie kann an nur": das war Satire!
hotgorn 21.04.2015
5.
das sind keine harmlosen schusseligen langweiler da, sind nämlich korrupte Schweine darunter die von ihren armen armen Kollegen gedeckt werden.
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