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15. Februar 2017, 18:15 Uhr

Nach Pannenserie

Bundesagentur stoppt millionenschweres IT-Projekt

60 Millionen Euro gab die Bundesagentur für Arbeit für eine Software aus, die 14 verschiedene Anwendungen bündeln sollte. Nun stellt die Behörde fest: Das System funktioniert nicht.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat nach einer Pannenserie ein millionenschweres IT-Projekt gestoppt. Eine 60 Millionen Euro teure Software werde nun doch nicht in den Arbeitsagenturen eingesetzt, teilte ein Sprecher der Bundesbehörde mit.

Das unter der Bezeichnung "Robaso" firmierende Projekt habe sich nach der vierjährigen Laborentwicklung im praktischen Einsatz als nicht "ausreichend flexibel" erwiesen. Es habe sich gezeigt, das nachträgliche Änderungen, etwa die Korrektur einer Kontonummer, in dem System nicht möglich seien. Um eine solche Angabe dennoch korrigieren zu können, habe man sämtlich Leistungs- und Vermittlungsdaten in das System neu eingeben müssen.

Da eine Behebung des Fehlers zu aufwendig und zu teuer sei, werde das System nun doch nicht in der Praxis eingesetzt. Das Projekt, das auf einer einzigen Plattform 14 verschiedene Anwendungen bündeln sollte, habe sich noch in der Pilotphase befunden. Künftig sollen solche Programme früher in den Praxistest gehen, kündigte die Bundesagentur an.

Die rund 90.000 Mitarbeiter werde nach Angaben des Sprechers nun wie bisher die Einzelanwendungen bei der Jobvermittlung und der Abrechnung von Geldleistungen nutzen. Das nun gestoppte System hatte die Bundesagentur selbst entwickelt. Damit sollten die Abläufe in den 156 Arbeitsagenturen beschleunigt werden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels wurde aufgrund von Angaben der Nachrichtenagentur dpa der Eindruck erweckt, dass die Software schon in allen Arbeitsagenturen in Betrieb war. Die Bundesagentur weist allerdings daraufhin, dass die Software noch in einer Pilotphase erprobt wurde.

man/dpa

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