Unterstützung im Bundesrat Vermieter sollen Makler bezahlen

Wer muss den Makler zahlen? Bislang ist es häufig der Mieter, doch das will Hamburg nun mit einer Initiative im Bundesrat ändern. Eine breite Mehrheit zeichnet sich ab, doch laut dem Stadtstaat sind noch viele Fragen offen.
Mietwohnungen in Frankfurt am Main: Den Makler zahlt hier bislang meist der Mieter

Mietwohnungen in Frankfurt am Main: Den Makler zahlt hier bislang meist der Mieter

Foto: Arne Dedert/ dpa

Berlin - Die Maklergebühr ist für viele Wohnungssuchende insbesondere in Großstädten ein Ärgernis - nun könnte ein Vorstoß Hamburgs die Zahlungspflicht bei der Courtage neu regeln. Die Initiative des Stadtstaats kann einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge mit breiter Unterstützung im Bundesrat rechnen.

Demnach zeigen sich Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg aufgeschlossen für den Vorschlag, künftig Vermieter und nicht Mieter die Maklerkosten zahlen zu lassen. Nordrhein-Westfalen hatte bereits Unterstützung zugesichert.

Hamburg selbst hält Spekulationen über eine Bundesratsmehrheit für verfrüht. "Wir freuen uns über Zustimmung, aber der Wortlaut der Initiative steht noch gar nicht fest", sagte ein Sprecher der Stadtentwicklungsbehörde. An den Details werde derzeit noch gearbeitet, und der Senat befinde sich noch in Gesprächen mit der Wohnungswirtschaft.

Bisher ist überhaupt nicht gesetzlich geregelt, ob der Vermieter oder der Mieter die Gebühr entrichten muss. Lediglich ihre maximale Höhe - zwei Monatskaltmieten plus Umsatzsteuer - ist festgelegt. Während Vermieter in bevölkerungsarmen Landstrichen die Maklerkosten häufig selbst tragen, wird die Gebühr in Städten wie Hamburg, Köln oder Düsseldorf meist auf den Mieter abgewälzt.

fdi/dpa/dapd
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