Konjunktur Bundesregierung korrigiert Wachstumserwartungen kräftig nach unten

Die Zeit des überschäumenden Wirtschaftswachstums scheint vorüber. Zu groß sind die weltweiten Risiken für die Konjunktur. Die Bundesregierung erwartet deshalb einen Dämpfer für die Wirtschaft.

DPA

Die Bundesregierung wird ihre Wachstumserwartungen für Deutschland in der nächsten Woche anstehenden Herbstprognose kräftig nach unten korrigieren. Für dieses Jahr erwarten die Konjunkturexperten des federführenden Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) noch ein Plus von 1,8 Prozent, für nächstes eines von rund zwei Prozent.

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Im Frühjahr war die Bundesregierung noch von einem Zuwachs von 2,3 Prozent für 2018 und 2,1 Prozent für 2019 ausgegangen.

Der Aufschwung sei immer noch intakt, verliere aber an Fahrt, weil das Wachstum der Weltwirtschaft nachlasse, heißt es im BMWi. Wachstumstreiber sei vor allem die Binnennachfrage, die sich stabil entwickle. Auch Steuereinnahmen und Beschäftigung legten weiter zu. 2019 werde die Zahl der Erwerbstätigen erstmals die Schwelle von 45 Millionen überschreiten.

Kürzlich hatten auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Voraussage heruntergesetzt. Bis zur öffentlichen Vorstellung der Regierungsprognose können sich die Zahlen noch minimal verändern.

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insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
0Kugelfang0 05.10.2018
1. Da sollten sich die Damen und Herren in Berlin ..
jetzt aber schnell etwas einfallen lassen. Bei Wachstum mag das : Weiter so! ja noch funktionieren, was aber wenn es kommt wie angekündigt? Volle Deckung?
ziehenimbein 05.10.2018
2. Steigende Wohnkosten bremsen
die Binnennachfrage! Wieso lassen wir uns von China nicht mal eben 500.000 Wohnungen bauen? Die können das! Wenn die aktuellen Vermieter nur ein Interesse an stark steigenden Mieten und Wohngeld haben? Pech gehabt@
qjhg 05.10.2018
3. Tja, und jetzt hatten wir
jahrelang Wachstum und bei der der Mittel - und Unterschicht kam nichts als Arbeit an. Nutznießer waren die Reichsten Deutschland, wie wir ja gerade in den letzten Tagen erfahren durften. Beklagen darf sich jedoch niemand, denn die Mehrheit hat ja immer die CDU/ CSU und die SPD gewählt, weil sie es nicht anders haben wollte.
muellerthomas 05.10.2018
4.
Zitat von qjhgjahrelang Wachstum und bei der der Mittel - und Unterschicht kam nichts als Arbeit an. Nutznießer waren die Reichsten Deutschland, wie wir ja gerade in den letzten Tagen erfahren durften. Beklagen darf sich jedoch niemand, denn die Mehrheit hat ja immer die CDU/ CSU und die SPD gewählt, weil sie es nicht anders haben wollte.
Wo "durften wir" das denn erfahren? Vor kurzem kam erst die Meldung, dass die Realöhne in Deutschland weiter gestiegen sind...
ich2010 05.10.2018
5.
Zitat von ziehenimbeindie Binnennachfrage! Wieso lassen wir uns von China nicht mal eben 500.000 Wohnungen bauen? Die können das! Wenn die aktuellen Vermieter nur ein Interesse an stark steigenden Mieten und Wohngeld haben? Pech gehabt@
seit wann verschenkt china wohnungen in deutschland? vermietung lohnt nur wenn ertrag erwirtschaftet wird. oder sollen vermieter beim vermieten draufzahlen? wenn überall die preise steigen wirkt sich das auf die miete aus. instandhaltungen, steuern, hausmeisterdienste, gärtner usw. die gibts nicht für umsonst sondern die wollen auch ihr geld verdienen. und nein, die mieter übernehmen gartenpflege räum, streudienste und die instandhaltung nicht selbst. die wenigsten können das oder sind dazu bereit. ausserdem ist das in einem größeren wohnblock unrealistisch.
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